Ex-Formel-1-Star Ralf Schumacher hatte nach dessen scharfer öffentlicher Kritik bereits persönlichen Kontakt zu Max Verstappens Vater Jos - und nach eigener Aussage kein Problem mit dessen virtueller Verbalattacke.
"Er war zu mir nicht unhöflich, hat aber festgehalten, dass er anderer Meinung ist", schilderte der 50-Jährige im "Sky"-Podcast "Backstage Boxengasse".
Was war passiert? Schumacher hatte den Abschied von Max Verstappens Mentor Helmut Marko von Red Bull vor der Saison als einen Grund für die Krise des Formel-1-Rennstalls benannt.
Ohne Marko fehle dem Team eine Führungsperson, die die Richtung vorgebe, es gehe etwas chaotisch zu, so Schumacher. Zudem sei keine klare Kommunikation zu erkennen, erklärte der sechsmalige Grand-Prix-Sieger.
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Schumacher sagte jetzt: "Ich mag Jos, ich mag Max, es ist alles gut. Aber es ist für beide eine harte Zeit, auch für den Vater, der nach der erfolgreichen Zeit sich nun für Dinge rechtfertigen und Dinge erklären muss. Und das ist eben nicht Jos. Da ist er im Moment etwas aggressiv, etwas dünnhäutig. Das gehört aber auch dazu, er ist ein emotionaler Typ. Mich stört es nicht."
Formel 1: Wie sehr fehlt Red-Bull-"Sprachrohr" Helmut Marko?
Mit Blick auf die Causa Marko merkte der Ex-Formel-1-Pilot an: "Ich habe mich nur gewundert, weil man immer den Eindruck hatte, Max, Jos und Helmut Marko hatten und haben eine sehr enge Bindung. Und für uns nach außen war Marko ein Sprachrohr von Red Bull, einer, der in solchen Zeiten wie jetzt auch die Situation hätte darstellen und erklären können. Dafür bleibt jetzt nur Max, aber es ist, finde ich, eigentlich nicht immer seine Aufgabe."
Jos Verstappen sehe das Ganze wohl anders, sagte Schumacher. "Wer weiß, ob er jetzt irgendeine Position bei Red Bull übernommen hat und das jetzt persönlich nimmt."




