Nach dem Abgang von Kyler Murray ist die Quarterback-Position bei den Arizona Cardinals in der NFL eine offene Baustelle. Eine, die so schnell auch nicht geschlossen werden wird.
Die Cardinals haben Murray nach sieben Jahren im Team im März entlassen. Übrig geblieben sind im Quarterback Room nun nur noch der letztjährige Starter Jacoby Brissett, der für Murray übernommen hatte, und Neuzugang Gardner Minshew, der zuletzt für die Kansas City Chiefs aktiv war. Doch welcher von beiden Veterans am Ende startet, ist unklar.
"Hören Sie, wir haben Jacoby und Gardner - beide haben schon eine Menge Football gespielt", erklärte Cardinals-General-Manager Monti Ossenfort den Reportern am Donnerstag auf seiner Pressekonferenz vor dem Draft. "Wissen Sie, zum jetzigen Zeitpunkt versuchen wir gerade erst, ein System zu etablieren. Der Stab von Coach Matt LaFleur ist voll dabei. Ich überlasse euch da den Vortritt, was das angeht, aber wir legen uns momentan auf niemanden fest. Wir werden sehen, wie die Gruppe im August aussieht, wenn es richtig losgeht."
Brissett startete im Vorjahr zwölf Spiele und zog sich dabei meist anständig aus der Affäre. Minshew wiederum unterschrieb für ein Jahr und 5,75 Millionen Dollar. Das ist in der Regel Gehalt für einen Backup, doch offenbar hat dies keinen direkten Einfluss auf die Hackordnung im Team.
Kommt der nächste Quarterback im Draft?
"Es gibt bestimmte Positionen, bei denen man ein richtig gutes Gefühl hat, und bei der Quarterback-Position geht es mir so. Warum? Weil beide Jungs schon eine Menge Football gespielt haben", sagte Head Coach Mike LaFleur. "Deshalb wird über all das momentan gar nicht diskutiert. Wir versuchen gerade erst einmal, das Grundgerüst unseres Systems aufzubauen. Und wie ich den Jungs immer wieder sage: Wir haben zwar eine klare Vorstellung davon, wie das Fundament aussehen soll, aber wir werden das System letztlich an die individuellen Fähigkeiten unserer Spieler anpassen."
"Wir werden nicht die Rams sein, wir werden nicht die Niners sein und auch nicht die Packers. Wir werden niemand anderes sein als die Arizona Cardinals. Die besten Offensiv-Abteilungen, bei denen ich bisher war, haben sich ganz organisch zu genau diesem Punkt entwickelt."
Ossenfort ließ derweil offen, ob die Cardinals im Draft in der kommenden Woche vielleicht noch einen weiteren Quarterback dazu holen werden. Er nannte lediglich seine wichtigsten Punkte, auf die er bei einem QB achtet: "Die entscheidenden Punkte für mich - Präzision und Entscheidungsfindung - die stehen für mich immer an vorderster Stelle."
Die Cardinals haben derzeit den dritten Pick insgesamt inne und könnten diesen traden oder voraussichtlich einen der Top-Pass-Rusher des Draft ziehen.



































