Die Trauer über den Abgang von Head Coach John Harbaugh bei den Baltimore Ravens in der NFL hält sich zumindest bei einigen Spielern in überschaubaren Grenzen.
Unterlegt wurde diese These nun von Wide Receiver Zay Flowers, einem der Stars des Teams. Der 25-Jährige ist der Meinung, dass Harbaughs Trainingsmethoden zu einigen Verletzungen und Ausfällen spät in der Saison geführt haben.
Im Podcast "4th and South" sagte er in der vergangenen Woche: "Die ganze Zeit in voller Ausrüstung. So viele Trainingseinheiten in voller Montur, wie man nur kriegen kann - wirklich jede einzelne. In Woche 17 machen wir Eins-gegen-Eins-Duelle. Woche 17, wir machen Eins-gegen-Eins, alle sind auf dem Platz, wir sind müde, aber wir machen immer noch weiter."
Auf die Frage, wie die Spieler diese Belastung managen, sagte Flowers nur: "Gar nicht." Seine Schlussfolgerung daraus: "Genau deshalb hatten wir viele Verletzungen - wegen der Art, wie wir trainiert haben, wie wir die Sache angegangen sind", fügte er hinzu. "Die Belastung war extrem hoch."
Ravens-Ausfälle vor allem früh im Jahr
Die Ravens hatten in der Tat diverse schwerwiegende Ausfälle in der vergangenen Saison zu verkraften, die sie mit einer Bilanz von 8-9 beendeten und damit die Playoffs verpassten. Doch die größten Verletzungen passierten schon weit früher in der Saison - und zwar in den Spielen selbst. Quarterback Lamar Jackson etwa zog sich seine langwierige Oberschenkelverletzung in Woche 5 bei der 10:44-Pleite gegen die Houston Texans zu. Und die schwere Nackenverletzung, die Nose Tackle Nnamdi Madubuike den Rest der Saison kostete, erlitt er mutmaßlich in Woche 2 beim 25:27 in Buffalo.
Dennoch geht Flowers davon aus, dass das Training unter dem neuen Head Coach Jesse Minter nun weniger kräftezehrend werden wird. "Minter weiß, wie wir unter Harbaugh gearbeitet haben", sagte Flowers. "Deshalb sagt er: 'Ihr werdet euer Pensum absolvieren, aber es wird etwas schonender für euren Körper sein. Ihr werdet frischer für die Spiele sein.'"
Flowers betonte jedoch trotz all der Kritik, dass nicht alles unter Harbaugh schlecht war: "So wie er sich auf Spiele vorbereitet hat - er kann jeden bereit machen. Er ist gut darin, einen auf das Spiel einzustimmen. Nicht nur durch Reden, sondern einfach durch die Art, wie wir trainiert haben. Wie er einen darauf vorbereitet, rauszugehen, zu spielen, Hits zu verteilen und seinen Job zu machen."



































