In rund einer Woche steigt der NFL Draft 2026. Im dritten und vorletzten Mock Draft von sport.de liegt der Fokus dieses Mal größtenteils auf den besten verfügbaren Spielern, was unter anderem drei Pass Rusher und einen Running Back in den Top 10 bedeutet.
Fernando Mendoza ist unbestritten der erste Pick insgesamt, doch danach haben schon die New York Jets eine große Entscheidung zu treffen. Wie hoch geht Running Back Jeremiyah Love und wie viele Offensive Tackles gehören ebenfalls zu den zehn ersten Picks?
sport.de-Redakteur Marcus Blumberg präsentiert seinen dritten Mock Draft 2026 und spielt die erste Runde durch.
NFL: Mock Draft 2026 3.0
In diesem Szenario schauen wir zuvorderst auf die jeweils besten verfügbaren Spieler, auch wenn wir erneut die Baustellen der Teams nicht gänzlich außer Acht lassen.
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1. Las Vegas Raiders: Fernando Mendoza - QB, Indiana
Fernando Mendoza ist der erste Pick im Draft. Darüber brauchen wir nicht mehr zu diskutieren. Die Raiders brauchen einen neuen Franchise-Quarterback und er ist der bestmögliche Kandidat dafür in diesem Draft.
2. New York Jets: David Bailey - EDGE, Texas Tech
Ist Bailey der beste verfügbare Spieler an dieser Position? Vielleicht nicht ganz, aber er ist wohl der Pass Rusher, der am meisten bereit ist für die Liga. Er hatte in seiner letzten Saison beim nationalen Meister 14,5 Sacks und 19,5 Tackles for Loss. Die Jets bauen neu auf und sollten in ihrer Lage auf Experimente verzichten.
3. Arizona Cardinals: Arvell Reese - EDGE/LB, Ohio State
Insgesamt ist Reese sicherlich der beste Front-Seven-Spieler in dieser Klasse. Er kann sowohl Off-Ball als auch als Edge Rusher spielen. In beiden Disziplinen jedoch wird er sich noch weiter entwickeln müssen und birgt daher etwas mehr Risiko als Bailey, vor allem, wenn man ihn vor allem als Pass Rusher sieht. Doch gegenüber von Nolan Smith sollte er die nötige Zeit bekommen, sich zu entwickeln.
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4. Tennessee Titans: Jeremiyah Love - RB, Notre Dame
Nicht wenige sehen ihn sogar als besten Spieler überhaupt in dieser Klasse. Er ist ein starker Runner, bringt den nötigen Speed mit, ist ein sehr präziser Route Runner und damit gewissermaßen das komplette Paket, was Offensivwaffen angeht. Und die Titans brauchen Playmaker, die in diesem Draft nur schwer zu finden sind.
5. New York Giants: Francis Mauigoa - OT, Miami
Ich persönlich würde hier vielleicht auf Sonny Styles setzen, doch John Harbaugh hat schon früh betont, dass die Offensive Line der Giants "in Arbeit" ist. Mauigoa kann Tackle spielen, passt aber in der NFL am Ende doch besser ins Innere der Line. Doch gerade da drückt der Schuh bei den G-Men gewaltig.
6. Cleveland Browns: Spencer Fano - OT, Utah
Er mag nicht der klassische Left Tackle sein, doch die O-Line der Browns ist auch nach einigen Neuzugängen nicht fertig und kann mehr Talent gut gebrauchen. Fano kann überall in der Line spielen, was ihn gerade für ein Team wie Cleveland, dass unter Todd Monken noch mehr aufs Run Game setzen wird, sehr wertvoll macht.
7. Washington Commanders: Sonny Styles - LB, Ohio State
Bobby Wagner ist weg und wurde Styles kann sein legitimer Nachfolger werden. Er ist ein Freak-Athlet und dürfte unter einem Coach wie Dan Quinn in der Front Seven aufblühen.
8. New Orleans Saints: Carnell Tate - WR, Ohio State
Er kann sofort starten und mindestens mal eine starke Nummer 2 gegenüber von Chris Olave sein. Er bringt den nötigen Speed mit, um die Shots von Tyler Shough zu fangen, was den Saints nach dem Abgang von Rashid Shaheed ein wenig abhanden gekommen war.
9. Kansas City Chiefs: Rueben Bain Jr. - EDGE, Miami
Die recht kurzen Arme machen Sorgen, doch haben die Chiefs vor ein paar Jahren mit George Karlaftis schon gezeigt, dass sie sich nicht scheuen, Pass Rusher früh im Draft zu ziehen, die vielleicht nicht Idealmaße mitbringen. Er ist einer der besten Pass Rusher der Klasse und selbst wenn er schlimmstenfalls wirklich eines Tages nach innen rücken muss, wäre er vermutlich auf Sicht ein guter Nachfolger für Chris Jones, der im Juli 32 Jahre alt wird.
10. Cincinnati Bengals: Mansoor Delane - CB, LSU
Der wohl beste Cover-Cornerback der Klasse ist genau das, was die Bengals brauchen. Er kann zwar auch im Slot spielen, doch die größten Probleme hat Cincy seit einiger Zeit an der Seitenlinie.
11. Miami Dolphins: Jermod McCoy - CB, Tennessee
Die Erwartung ist, dass er rechtzeitig zur neuen Saison wieder zurück sein wird von seinem Kreuzbandriss. Und dann ist er vom ersten Tag an ein Starter in dieser Liga. Er muss noch disziplinierter werden, kann sich aber sehr gut bewegen und hat gute Übersicht in Space. Zudem bringt er die nötigen Ball-Skills mit, um Plays zu machen in einer Secondary, die zu den schlechtesten der NFL gehörte.
12. Dallas Cowboys: Caleb Downs - S, Ohio State
Die besten Pass Rusher sind an dieser Stelle weg, ebenso die zwei besten Cornerbacks. Doch Safety ist auch eine Baustelle für die Cowboys, die hier einen Top-Athleten mit herausragender Übersicht und Spielintelligenz bekommen. Unter dem neuen Defensive Coordinator Christian Parker könnte er zu einem Herzstück dieser Truppe werden.
13. Los Angeles Rams (via ATL): Makai Lemon - WR, USC
Wird gerne mit Amon-Ra St. Brown verglichen, läuft sehr präzise und flüssige Routes, hat äußerst zuverlässige Hände und spielte ohnehin schon in einem professionellen System. Dass er als Trojan nun der Lokalmatador wäre, kommt als Plus hinzu.
14. Baltimore Ravens: Kenyon Sadiq - TE, Oregon
Isaiah Likely ist weg, Mark Andrews wird vor Saisonbeginn 31 Jahre alt und Lamar Jackson braucht zuverlässige Anspielstationen. All das führt uns zu Sadiq, der ein Freak-Athlet ist, der mit seinem Speed und seiner Stärke auf dem Boden und durch die Luft helfen wird.
15. Tampa Bay Buccaneers: Olaivavega Ioane - OG, Penn State
Ein massiver Blocker und der beste reine Guard dieser Klasse. Er ist sowohl in Pass Protection als auch im Run Blocking eine Macht und dürfte vor allem helfen, dass Baker Mayfield künftig weniger harte Hits einstecken muss. Zudem dürfte ein Run-Blocking-Duo Wirfs-Ioane über links ein Spektakel werden.
16. New York Jets (via IND): Omar Cooper Jr. - WR, Indiana
Die Jets brauchen irgendwen außer Garrett Wilson, der Bälle fangen kann. Cooper bringt Vielseitigkeit mit, kann innen und außen spielen und wird auch nach dem Catch eine Bereicherung sein.
17. Detroit Lions: Monroe Freeling - OT, Georgia
Hat sich ab 2024 als Left Tackle bei den Bulldogs etabliert. Er ist noch sehr jung und roh, doch dürfte er gerade als Right Tackle mit dem zu erwartenden Wechsel von Penei Sewell auf links eine angenehme Transition in die NFL bekommen und sofort starten.
18. Minnesota Vikings: Dillon Thieneman - S, Oregon
Ich glaube, ich habe in allen bisherigen Mock Drafts hier einen Safety gesehen. Und dabei bleibe ich auch. Thieneman ist die Nummer 2 auf dieser Position, er kann im Grunde in jedem Scheme starten und wäre der ideale Nachfolger für Harrison Smith.
19. Carolina Panthers: Jordyn Tyson - WR, Arizona State
Er versteht es, sich vom Gegner zu lösen, ist ein zuverlässiger Ballfänger und kann innen wie außen starten. Er hatte schon einige Verletzungen, doch ist sein Talent sehr groß. Die Panthers brauchen Unterstützung für den Offensive Rookie of the Year Tetairoa McMillan, der im Übrigen von Arizona kam ...
20. Dallas Cowboys (via GB): Akheem Mesidor - EDGE, Miami
Die Cowboys werden sich früh im Draft vor allem auf die Defense konzentrieren und Pass Rush bleibt ihre größte Baustelle. An 20 kann man nun ohne große Bedenken diesen äußerst disruptiven Edge-Verteidiger ziehen, der immer mit voller Intensität spielt und dringend benötigten frischen Wind in die Front bringt. Dass er bereits 25 Jahre alt ist, sollte da nur bedingt stören.
21. Pittsburgh Steelers: Keldric Faulk - EDGE, Auburn
Seine reine Production ließ zu wünschen übrig am College, doch bringt er alles mit, um ein starker Edge-Verteidiger zu sein. Er ist einer der größten High-Risk-High-Reward-Spieler dieser Klasse und die Steelers, die mehr Alternativen an der defensiven Front brauchen, sind gut aufgestellt, um ein solches Risiko zu gehen.
22. Los Angeles Chargers: Blake Miller - OT, Clemson
Tackle ist mit der Rückkehr von Slater und Alt keine ganz große Baustelle für die Chargers, aber machen wir uns nichts vor: Dahinter ist die Situation düster und ein mindestens mal starker Swing Tackle mit Upside wäre hier sicher nicht verkehrt, wenn man auf die Ausfälle der jüngeren Vergangenheit schaut. Zudem könnte er vermutlich auch Guard spielen, was durchaus eine Baustelle in dieser Offensive Line ist.
23. Philadelphia Eagles: Denzel Boston - WR, Washington
Er ist nicht der schnellste Receiver, hat dafür aber starke Hände und überzeugt bei Contested Catches. Er fängt alles, was in seine Richtung geworfen wird und kann innen wie außen bestehen. Und da die Gerüchte um A.J. Brown anhalten, wäre dies schon ein ganz klarer Indikator, wo die Reise hingeht.
24. Cleveland Browns (via JAX): KC Concepcion - WR, Texas A&M
Er muss noch etwas zulegen, um wirklich außen zu bestehen, doch im Slot sollte er mindestens mal früh eine Bereicherung sein. Er ist sehr beweglich, kann nach dem Catch punkten und ist zudem ein guter Punt-Returner. Die Browns haben außer Jerry Jeudy keinerlei verlässliche Receiver, weshalb dies ein guter Anfang wäre, die Situation zu verbessern.
25. Chicago Bears: Kadyn Proctor - OT, Alabama
Er bringt die Voraussetzungen mit, um ein dominanter Left Tackle zu sein, wenn er an seiner Disziplin und Technik arbeitet. Die Bears würden ihn wohl auch genau dort einsetzen, denn die Rückkehr von Ozzy Trapilo ist offen und Neuzugang Jared Wills hat ewig nicht gespielt.

26. Buffalo Bills: Kayden McDonald - DT, Ohio State
Er ist mindestens mal ein dominanter Run Stopper, also genau das, was die Bills in ihrer Defense brauchen.
27. San Francisco 49ers: Caleb Lomu - OT, Utah
Gardemaß für einen Left Tackle, dazu sehr beweglich. Er ist noch sehr roh, hat aber große Upside. Der Punkt hier ist, dass die 49ers ihn nicht sofort brauchen und er hinter Trent Williams in Ruhe reifen kann, um dann in ein, zwei Jahren für ihn übernehmen könnte.
28. Houston Texans: Max Iheanachor - OT, Arizona State
Die O-Line der Texans braucht mehr Talent und Iheanachor ist für seine Größe sehr beweglich und jemand, den man auf Sicht gut coachen kann. Er mag vielleicht nicht sofort eine Hilfe sein, doch mit Braden Smith hat man ohnehin erstmal kurzfristig einen Right Tackle gefunden. Iheanachor wäre daher eher ein Versprechen für die Zukunft.
29. Kansas City Chiefs (via LAR): Colton Hood - CB, Tennessee
Unangenehmer Cover-Corner, der Press-Man-Coverage beherrscht. Er passt damit gut in das, was Steve Spagnuolo macht und könnte von Beginn an starten, was die Chiefs nach ihrem Kahlschlag in der Secondary auch brauchen.
30. Miami Dolphins (via DEN): T.J. Parker - EDGE, Clemson
Er ist noch ziemlich roh, doch sollte er bei entsprechender Entwicklung in der Lage sein, in allen Facetten des Spiels zu helfen. Die Dolphins brauchen grundsätzlich mehr Qualität an der defensiven Front und er kann diese liefern.
31. New England Patriots: R Mason Thomas - EDGE, Oklahoma
Tackle wäre hier auch ein Thema, wenn noch irgendein guter da wäre. So wird es Pass Rush. Warum genau R Mason Thomas? Er ist jemand, der vor allem für seinen Speed steht und das ist ein Aspekt, den Kaderbauer Eliot Wolf erst am Montag auf seiner Pre-Draft-PK angesprochen hat. Damit gab er womöglich einen wichtigen Hinweis für diesen Pick.
Alle 257 Picks im NFL Draft 2025 findet Ihr hier!
32. Seattle Seahawks: Jadarian Price - RB, Notre Dame
Die Seahawks können hier in mehrere Richtungen gehen, doch Price macht einfach Sinn. Wenn sein früherer Irish-Kollege Love nicht wäre, dann müsste man Price wohl als besten Running Back dieser Klasse betrachten und die Seahawks haben dort eine ihrer größten Lücken. Er ist ein guter Runner, der allerdings seine Receiving-Skills verbessern muss, wenn er ein 3-Down-Back werden will.







































