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(M)

Verhandlungen laufen

Streit um Vierschanzentournee? DSV-Boss reagiert

Kann die Vierschanzentournee im Skispringen in ihrer gewohnten Form über die Bühne gehen?
Kann die Vierschanzentournee im Skispringen in ihrer gewohnten Form über die Bühne gehen?
Foto: © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
09. Mai 2026, 08:12
sport.de
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Die Vierschanzentournee zählt im Skispringen zu den prestigeträchtigsten Wettbewerben, ab kommender Saison dürfen im Rahmen der Tournee sogar erstmals die Frauen von den vier Schanzen in Deutschland und Österreich springen. Doch nun heißt es in einem Medienbericht: Die Austragung des Events im Winter ist in der gewohnten Form längst nicht gesichert, es gibt Streit ums Geld. Beim Deutschen Skiverband (DSV) gibt man sich gelassen.

Die Austragung der Vierschanzentournee in der kommenden Saison ist "in Gefahr", schreibt die "Bild"-Zeitung am Freitagnachmittag. 

Nach Informationen des Blattes gibt es hinter den Kulissen Streit ums Geld, genauer zwischen dem DSV und dem Austragungsort Garmisch-Partenkirchen, wo das Neujahrsspringen stattfindet.

Der bisherige Deal sah dem Bericht zufolge vor, dass der Ausrichter pro Jahr vom DSV eine sechsstellige Summe kassiert. Eine Zahlungsanpassung soll es in den letzten 20 Jahren nie gegeben haben. Nun fordere Garmisch-Partenkirchen rund 30 Prozent mehr, heißt es.

Michael Maurer, Präsident des Skiclubs Partenkirchen, bestätigte gegenüber "Bild" die "laufenden Verhandlungen", wenngleich er sich nicht näher zum Thema äußerte. DSV-Geschäftsführer Stefan Schwarzbach sagte derweil: "Es sind noch einige rechtliche und inhaltliche Dinge zu klären. Wir gehen davon aus, eine gemeinsame Lösung zu finden." 

Skispringen: Erste Überlegungen über Ersatz-Standort

Aufgrund der fehlenden Einigung wird Garmisch-Partenkirchen in den Kalender-Entwürfen des Weltverbands FIS bislang noch nicht als Station der Vierschanzentournee gelistet. Stattdessen ist dort nur das Länderkürzel GER abgedruckt, während Oberstdorf sowie die beiden Stationen in Österreich Innsbruck und Bischofshofen regulär aufgeführt sind.

Ein Szenario, so "Bild": Sofern sich beide Seiten nicht einigen können, müsste das Neujahrsspringen woanders stattfinden. Entweder die Skispringer und Skispringerinnen treten zweimal hintereinander in Oberstdorf an oder ein neuer Ort wird in die traditionsreiche Tournee aufgenommen. Als konkrete Option wird die Schanze in Klingenthal genannt.

Wie die FIS unterdessen am Freitag bestätigte, sind die Frauen erstmals zur kommenden 75. Ausgabe der Vierschanzentournee startberechtigt. 

FIS-Präsident Johan Eliasch nannte die Einführung der Vierschanzentournee der Frauen "einen wahren Meilenstein in der Geschichte des Skispringens und des Wintersports insgesamt"

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