Wird Stefan Horngacher nun nach sieben Jahren als Bundestrainer der DSV-Adler als Sportdirektor nach Polen zurückkehren? Diese Frage beschäftigt nun seit Wochen die Skisprung-Welt. Vorstandsmitglied Rafał Kot vom Polnischen Ski-Verband (PZN) bestätigte das starke Interesse, verwies aber erneut darauf, dass mit einer finalen Entscheidung nicht vor Juni zu rechnen ist.
"Es ist nicht so, dass wir ihn nicht wollen", verkündete Rafał Kot am Montag im Gespräch mit "Interia Sport": "Wir wollen Stefan Horngacher! Aber wir wollen ihn nicht zu diesem Zeitpunkt." Worauf das Vorstandsmitglied des Polnischen Ski-Verbandes (PZN) anspielt: Die Wahl des neuen Verbandspräsidenten in Polen, die für den 13. Juni terminiert ist.
Nach Informationen von "sport.pl" hat Apoloniusz Tajner beste Karten, den Posten zu bekommen, da er offenbar keine Gegenkandidaten fürchten muss. Eine der ersten Amtshandlungen werde es sein, die Trainerfrage endgültig zu klären und darüber zu entscheiden, ob Horngacher nach sieben Jahren als Bundestrainer der DSV-Adler als Sportdirektor nach Polen zurückkehren darf.
Skispringen: Horngacher-Rückkehr immer wahrscheinlicher
Ob sich der Österreicher noch so lange gedulden will, ist aber offen. Nach Angaben von Kot wäre der Verband sogar bereit, den 56-Jährigen finanziell für die lange Wartezeit zu entschädigen. Mehr Informationen zum Stand der Verhandlungen wollte er jedoch nicht preisgeben: "Solche Gespräche leben von der Verschwiegenheit. Dieser ganze Medienrummel, der entfesselt wurde, ist sinnlos und nicht hilfreich."
Kot deutete aber an, dass der langjährige Bundestrainer, der zwischen 2016 und 2019 bereits als Nationalcoach in Polen arbeitete, durchaus bereit ist, einen Kompromiss einzugehen. "Auch Horngacher will eine Einigung mit uns erzielen", verriet er. Nach Informationen von "Interia" ist es nämlich überaus wahrscheinlich, dass Tajner - sollte er Ikone Adam Malysz als Verbandspräsident ablösen - die Verpflichtung absegnet.
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Malysz hatte im Hintergrund lange an einer Horngacher-Verpflichtung gewerkelt, der Ex-Bundestrainer hat sogar schon "sehr intensiv mit Maciek Maciusiak und Michal Dolezal am kompletten Plan für die Vorbereitung auf die neue Saison gearbeitet", wie er am Freitag gegenüber "Radio ZET" verriet. Die Verkündung des Deals war eigentlich schon für die vergangene Woche geplant.



