Während sich Polens goldene Skisprung-Generation um Kamil Stoch, Dawid Kubacki und Piotr Zyla nach und nach in den Ruhestand verabschiedet, ist Kacper Tomasiak die große Zukunftshoffnung der so stolzen Skisprung-Nation. Das Problem: Der 19-jährige Olympia-Held ist sich gar nicht sicher, ob er dem Weltcup noch lange erhalten bleiben wird.
Im Interview mit dem Radiosender "Jedynka" wurde Tomasiak nach seinen Plänen für die Zukunft befragt - und gab eine überraschende Antwort: "Schon in den vergangenen Jahren fiel es mir schwer, die Frage zu beantworten, was ich machen werde, wenn ich erwachsen bin. Ich habe auf den Sport gesetzt, aber einen konkreten Plan hatte ich nicht."
Er sei immer so vorgegangen, dass "ich mir keine Türen verschließe. Die Jahre vergingen, und ich wusste immer noch nicht so recht, in welche Richtung ich gehen möchte", legte der polnische Shootingstar nach, der andeutete womöglich gar nicht langfristig in der Skisprung-Weltspitze mitmischen zu wollen: "Ich glaube, ich weiß immer noch nicht so recht, ob ich weiter springen möchte oder nicht."
Skispringen: Tomasiak hat "keine konkreten Pläne für die Zukunft"
Es sei zwar "wahrscheinlich, dass ich das Skispringen noch lange durchziehen werden", fügte der 19-Jährige hinzu: "Konkrete Pläne für die Zukunft habe ich aber nicht." Mit einem Studium an der renommierten Akademia Kultury Fizycznej im. Bronisława Czecha in Krakow baut sich neben seiner sportlichen Karriere ein zweites Standbein auf. Diesem gilt während des Sommers seine gesamte Aufmerksamkeit.
"Ich werde mich ein wenig auf das Studium konzentrieren und alles nachholen müssen, denn nach der Wintersaison habe ich Rückstände", sagte er über sein Studium an der Sportuniversität: "Es wird eine intensive Zeit werden, aber nicht mehr sportlich, sondern geistig." Nach der nun anstehenden Prüfungsphase wolle er sich dann auf den neuen Weltcup-Winter konzentrieren.
Bei den Winterspielen hatte Kacper Tomasiak Silber von der Normal- und Bronze von der Großschanze gewonnen. Zudem holte er im Duo mit Pawel Wasek die Silbermedaille im Super-Team-Wettbewerb. Den Gesamtweltcup beendete er als bester Pole mit 391 Punkten auf Platz 23.
