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Noch immer keine Klarheit

Neue Bedenken wegen Horngacher

Kehrt Stefan Horngacher nach Polen zurück?
Kehrt Stefan Horngacher nach Polen zurück?
Foto: © IMAGO/Johannes Schmidt
28. April 2026, 07:06
sport.de
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Seit Wochen wird darüber berichtet, dass Ex-Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher vor einer Rückkehr nach Polen steht. Interne Querelen im polnischen Verband führten allerdings dazu, dass der Deal um den Österreicher noch nicht offiziell ist. Dass Horngacher die Hinhalterei noch lange mitmachen wird, glaubt ein ehemaliger Skispringer nicht.

"Ich verstehe die mögliche Ungeduld von Horngacher, der schon seit einigen Monaten etwas plant und plötzlich ausgebremst wird", sorgt sich Jakub Kot im Gespräch mit "WP SportoweFakty" darum, dass Stefan Horngacher nicht mehr lange darauf wartet, seinen Vertrag als Sportdirektor in Polen zu unterzeichnen. "Hoffentlich werden die letzten Details so schnell wie möglich geklärt, denn das Warten nützt niemandem."

Zuletzt hatte "sport.pl" berichtet, die internen Diskussionen im polnischen Skisprungverband, ob der langjährige Bundestrainer einen Vertrag unterzeichnen wird, seien nicht beendet. Aber: Dem Portal zufolge sei nun ein "Durchbruch" erzielt worden. Demnach könnten all jene Funktionäre im Vorstand, die einer Rückkehr des Österreichers zum polnischen Verband skeptisch gegenüberstehen, überstimmt werden. Offiziell ist der Deal aber noch nicht.

Ganz sicher, ob der 56-Jährige der richtige Mann ist, um die zuletzt kriselnde Skisprung-Nation wieder zurück in die Weltspitze zu führen, ist sich Kot aber nicht. Horngacher sei zwar "einer der herausragendsten Trainer der Welt" und es "wäre eine Sünde, Horngacher nicht zurückzuholen, wenn er eine Vision hat", führt der heutige TV-Experte aus, schiebt allerdings hinterher: "Ich würde jedoch gerne wissen, in welcher Form er arbeiten soll."

Skispringen: Bedenken wegen Horngacher-Rückkehr

Der Hintergrund: "Ich habe gehört, dass Horngacher im Falle einer Rückkehr als Sportdirektor viel Remote-Arbeit machen soll. Das wäre keine geeignete Form der Zusammenarbeit, wenn er tatsächlich Sportdirektor sein sollte. Wenn er nur irgendwelche Trainingspläne schicken und einmal im Monat zu uns kommen würde, ist das nicht das, was ich mir vorstelle."

Polen brauche einen Sportdirektor, der "vor Ort ist und zu den Vereinen und zu Veranstaltungen fährt, um Probleme richtig zu diagnostizieren und das System umzubauen", legte Kot nach. Zudem habe der 36-Jährige aus Horngachers vergangenen Stationen vernommen, dass dieser neuen Trainingsinhalten und Methoden nicht allzu aufgeschlossen sein soll.

"Es gibt Stimmen ehemaliger Springer und Trainer, die ihm vorwerfen, dass er die Mannschaft abgeschottet habe, dass der Stab keinen Zugang zu Neuheiten und innovativen Methoden hatte. Ich verstehe diese Argumente und kenne Leute, die die Einstellung des Österreichers nicht ganz unterstützen", offenbarte der Pole.

Stefan Horngacher hatte bereits zwischen 2016 und 2019 als Nationaltrainer in Polen gearbeitet. Seine Rückkehr, diesmal als Sportdirektor, schien eigentlich beschlossen, selbst ein Termin für die Verkündung des Deals stand fest.

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