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Millionen-Prämien nicht ausgezahlt

Heftiger Skisprung-Zoff: "Haben mit Anwälten gesprochen"

Wartet auf seine Olympia-Prämie: Skispringer Kacper Tomasiak
Wartet auf seine Olympia-Prämie: Skispringer Kacper Tomasiak
Foto: © IMAGO/RADOSLAW JOZWIAK / CYFRASPORT
01. Mai 2026, 14:25
sport.de
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Die polnischen Skispringer und Trainer warten weiter auf die Auszahlung von Olympia-Prämien in Millionenhöhe. Bald werden sich wohl Anwälte mit dem Konflikt beschäftigen.

Insgesamt mehr als eine Millionen Zloty (rund 235.000 Euro) wurde bislang nicht ans polnische Skisprung-Team ausgeschüttet. 

Hintergrund: Die Krypto-Börsenplattform Zondacrypto, ein Sponsor des nationalen Olympischen Komitees, befindet sich in einer ernsthaften wirtschaftlichen Schieflage.

Zudem gibt es auch Unstimmigkeiten mit dem Telekommunikationsunternehmen Polkomtel, das dem polnischen NOK kurz vor den Olympischen Winterspielen das Ende seiner Sponsorentätigkeit mitgeteilt hatte.

Da am 30. April die Zahlungsfrist für die ausstehenden Olympia-Prämien auslief, behalten die Betroffenen sich nun drastische Maßnahmen vor.

"Ich möchte daran erinnern, dass in den Bestimmungen für die Prämienzahlungen an die Olympioniken eindeutig festgelegt ist, dass das nationale Olympische Komitee für die Auszahlungen zuständig ist. Von Zondacrypto ist dort keine Rede", wird Kinga Tomasiak, Mutter des 19-jährigen Top-Talents Kacper Tomasiak, in polnischen Medien zitiert.

NOK-Chef Radoslaw Piesiewicz habe zwar mit den Erfolgen der polnischen Skispringer in Predazzo geprahlt, "doch als es darum ging, sein Versprechen einzulösen, traten Probleme auf", sagte Kinga Tomasiak weiter. "Wir haben bereits mit Anwälten gesprochen und beabsichtigen, am Montag nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub in dieser Angelegenheit tätig zu werden. Wir werden das nicht auf sich beruhen lassen."

Skispringen: Wasek-Lager leitet erste Schritte ein

Laut "WP SportoweFakty" hat inzwischen auch die Entourage von Kacper Tomasiaks Teamkollegen Pawel Wasek erste Schritte in der Angelegenheit eingeleitet, wie der 26-Jährige zuletzt bereits angekündigt hatte.

Es sei eine E-Mail an das NOK versendet und telefonisch mit Vertretern des Komitees kommuniziert worden, heißt es. 

Bislang liegen dem Wasek-Lager demnach jedoch noch keine konkreten Angaben vor. Für Anfang Mai seien weitere Gespräche mit dem NOK geplant.

Bei den Winterspielen hatte Kacper Tomasiak Silber von der Normal- und Bronze von der Großschanze gewonnen. Zudem holte das Duo Tomasiak/Wasek die Silbermedaille im Super-Team-Wettbewerb.

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