Der Rauswurf von Coach Yuri Kaminsky aus dem russischen Biathlon-Team der Männer sorgte vor wenigen Tagen für großen Wirbel. Nun hat der nationale Verband einen Nachfolger präsentiert.
Die russischen Biathlon-Männer haben einen neuen Cheftrainer. Wie der nationale Verband (RBU) am Freitag bekanntgab, soll der frühere Biathlet Andrei Padin den Posten übernehmen. Der Sprint-Europameister von 1997 wird damit die Nachfolge von Yuri Kaminsky antreten, der nach der Saison entlassen worden war.
Offiziell im Amt ist Padin zwar noch nicht, die RBU hat den Namen des 57-Jährigen aber schon beim nationalen Sport-Ministerium eingereicht. Seine Einstellung gilt damit als Formsache. Spätestens bis zum 1. Juni soll die Bestätigung erfolgen.
Padin war in den letzten Jahren bereits als Trainer im belarussischen Team sowie bei den russischen Frauen tätig. Bei den russischen Männern wird er künftig den A-Kader übernehmen, der von der RBU in dieser Woche veröffentlich wurde.
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Vier Biathlon-Stars bereiten sich ohne Nationalmannschaft vor
Eine reibungslose Vorbereitung zeichnet sich für den neuen starken Mann im Team schon jetzt nicht ab. Vier Biathleten des A-Kaders haben bereits angekündigt, sich bei ihren regionalen Klubs auf die Saison 2026/26 vorbereiten zu wollen und nicht mit dem Rest der Nationalmannschaft zu arbeiten.
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Alles andere als reibungslos war zuvor auch die Entlassung Kaminskys abgelaufen. Die RBU verkündete sein Aus via Pressemitteilung. Kaminsky selbst wusste zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aber noch gar nichts von seinem Schicksal. Seinen Unmut darüber äußerte er anschließend in einem öffentlichen Interview.
Zahlreiche bekannte Stimmen des russischen Biathlon-Sports äußerten danach scharfe Kritik an der Entlassung des Trainer und sprachen von einem schweren Fehler des Verbandes, der eins seiner erfolgreichsten Gesichter vor die Tür setzte



