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"Wettkampf komplett vermasselt"

Biathlon-Ass beichtet "riesige Enttäuschung"

Am Schießstand trennt sich im Biathlon oftmals die Spreu vom Weizen (Symbolbild)
Am Schießstand trennt sich im Biathlon oftmals die Spreu vom Weizen (Symbolbild)
Foto: © IMAGO/Fotostand / Hettich
27. April 2026, 18:09
sport.de
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Für die Französin Chloé Orvain lief die vergangene Biathlon-Saison nicht wie erhofft. In einem Interview hat die 20-Jährige jetzt selbstkritisch Bilanz gezogen.

Im Winter peilte Chloé Orvain ihre erste internationale Qualifikation auf U21-Niveau an. Nachdem sie Ende November beim Auftaktsprint des französischen Pokals in Bessans in ihrer Kategorie Zweite geworden war, schien sie auf bestem Wege zu sein, sich für den Junioren-Pokal im schweizerischen Goms zu qualifizieren.

"Damals lag ich auf dem dritten Platz, daher war meine Qualifikation fast sicher", erinnerte sich Orvain im Gespräch mit dem "Nordic Magazine". "Leider habe ich meinen Wettkampf am nächsten Tag komplett vermasselt, und das war eine riesige Enttäuschung. Es war mein Saisonziel, und mir wurde klar, dass ich es verpassen würde."

Trotz allem ließ sich die Skijägerin von diesem Rückschlag nicht entmutigen, stand in der zweiten Saisonhälfte bei den Sprints in Contamines-Montjoie und Prémanon noch auf dem Podium und beendete den Winter auf dem achten Platz im französischen U21-Cup.

Biathlon-Ass verbringt zu viel Zeit auf der Matte

Laut eigener Aussage war Orvain zwar "sehr zufrieden" mit ihrem Lauf-Niveau, doch am Schießstand ließ sie in den letzten Monaten zu wünschen übrig.

"Bei meinen Sprints bin ich sehr gut und habe hervorragende Statistiken, aber sobald ich auf Vier-Schuss-Rennen umsteige, habe ich am Ende der Saison nur noch 12 von 20 Treffern erzielt", resümierte die Französin selbstkritisch.

Orvain ergänzte: "Abgesehen von den Statistiken ist der größte Nachteil die Zeit, die ich auf dem Schießstand verbringe. Selbst wenn ich 10 von 10 Treffern habe, bin ich gut und gerne 30 Sekunden langsamer als die anderen. In den Vierer-Wettkämpfen, wo es oft hart auf hart kommt, merke ich, dass ich langsamer bin und verliere meinen Rhythmus."

In der anstehenden Vorbereitung soll intensives Schießtraining Abhilfe schaffen. "Diesen Sommer möchte ich an meinem Schuss und der Ausführungsgeschwindigkeit arbeiten, damit er flüssiger und natürlicher wird und ich auf der Matte nicht mehr so ​​viele Fragen habe", verriet Orvain: "Genau darauf möchte ich mich nächstes Jahr konzentrieren."

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