Vor einem Jahr steckte die französische Biathletin Lisa Siberchicot in einem tiefen Loch. Zwölf Monate später geht es bei der 23-Jährigen wieder spürbar bergauf, auch wenn ihr die Rückkehr in den Nationalkader noch nicht geglückt ist. Im kommenden Winter will sie wieder zur Weltspitze gehören.
Im vergangenen Trainingssommer hörte Lisa Siberchicot auf ihre innere Stimme und konzentrierte sich nach zahlreichen Tiefschlägen wieder auf sich selbst.
"Ich bin meinem Trainer Cyril Quartelli sehr dankbar, insbesondere dafür, dass er mir die Freiheit gegeben hat, das zu tun, was ich für richtig hielt", blickte sie im Interview mit dem "Nordic Magazine" nun auf den großen Wendepunkt im vorigen Jahr zurück.
Dies habe Wirkung gezeigt, denn: "Ich war (endlich) wieder glücklich, im Biathlon antreten zu können."
Obwohl sich Siberchicot nach der enttäuschenden Saison 2024/2025 laut eigener Aussage "körperlich und mental nicht sicher" war, wo sie stand, ist sie mit ihren Leistungen im letzten Winter zufrieden. Immerhin drei Rennen gewann die Französin (Sprint in Bessans, Kurz-Einzel in Les Saisies und Sprint in Peisey-Nancroix).
"Ich betrachte diese Saison als wirklich gut, auch wenn ich mein Ziel, im November am IBU-Cup teilzunehmen oder mich im Laufe der Saison zu verbessern, nicht erreicht habe", resümierte Siberchicot und ergänzte: "Das ist insofern etwas enttäuschend, aber mein Ziel war es, die Rennen zu genießen, bevor ich an das Ergebnis dachte."
Biathlon-Ass fühlt sich "zu Unglaublichem fähig"
Siberchicot hatte mit guten Leistungen bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2024 in ihrer Heimat Erwartungen geweckt, denen sie zunächst nicht gerecht wurde. Doch die Skijägerin sieht sich mittlerweile auf dem richtigen Weg.
"Diese Saison hat mir meine Motivation und mein Selbstvertrauen zurückgegeben. Ich bin zu Unglaublichem fähig. Die letzte Saison war einfach kompliziert und mit vielen Höhen und Tiefen verbunden. Das motiviert mich, noch weiter zu kommen und am IBU Cup teilzunehmen. Ich habe immer noch den Ehrgeiz und die Leidenschaft, weiterzumachen", stellte sie klar.

