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Salzburg dank Ramalho obenauf

Andre Ramalho sorgte für den entscheidenden Treffer
Andre Ramalho sorgte für den entscheidenden Treffer
Foto: © APA
04. Februar 2018, 09:54

Kein überzeugender Auftritt, aber gewonnen und gleich die Tabellenführung übernommen: Für RB Salzburg überwog nach dem 2:1-Sieg zum Frühjahrsauftakt gegen die Admira klar das Positive. Das auch dank Rückkehrer Andre Ramalho, der in der 95. Minute per Kopf traf und sein Team erlöste. Als Belohnung gab es einen Zwei-Punkte-Polster auf Sturm Graz, die Titel-Marschrichtung stimmt wieder.

Dass die drei Punkte ganz wichtige waren, wurde auch an der Reaktion von Salzburg-Trainer Marco Rose deutlich. Der Deutsche rannte nach dem Treffer quer über das Feld, um mit seinen Spielern zu feiern. "Es war für mich einfach emotional, im ersten Moment habe ich nicht einmal gemerkt, dass Andre Ramalho der Torschütze war", sagte der 41-Jährige.

Der Brasilianer sorgte ausgerechnet bei seinem Comeback und zugleich 100. Pflichtspiel für die "Bullen" für den entscheidenden Treffer. Der 25-Jährige war im Herbst bei Bayer Leverkusen nur zu drei Kurzeinsätzen gekommen, hat eine schwierige Zeit hinter sich. Der Neustart bei seinem alten und neuen Club, an den er bis Sommer 2022 gebunden ist, hätte nicht besser laufen können.

"Es ist ein Traum, ein Wahnsinnsgefühl", betonte Ramalho. Zumal er in seiner Karriere noch nie in letzter Minute ein Siegestor erzielt habe. "Mein Hauptjob ist eigentlich, dass wir kein Gegentor bekommen. In der Situation am Ende wollte ich ganz einfach das Beste daraus machen", schilderte der kopfballstarke Innenverteidiger.

Bei seiner Elf, für die Munas Dabbur zum 13. Mal in dieser Saison traf, lief es über weite Strecken nicht nach Wunsch. Verbesserungspotenzial gibt es in vielen Bereichen. "Wir haben nicht das gespielt, was wir eigentlich spielen wollten, haben zu viele technische Fehler begangen und nicht die Aktionen gesetzt, um eine verteidigende Mannschaft in Bedrängnis zu bringen", resümierte Rose. Das blieb auch seinen Kickern nicht verborgen. "Wir haben uns extrem schwergetan, im Spielaufbau zu unsauber gespielt", analysierte Tormann Alexander Walke.

Ramalho will das Double

Der erste Sieg nach drei Liga-Remis in Folge schaute trotzdem heraus. Und der fünfte Titelgewinn en suite rückte näher, zumal Winterkönig Sturm im ersten Spiel unter Trainer Heiko Vogel in Mattersburg (0:1) einen Fehlstart hinlegte. "Wir wollen Meister und Cupsieger werden und auf diese Ziele hin werden wir weitermarschieren, allerdings müssen wir zukünftig besser spielen", meinte Ramalho.

Walke sieht sein Team noch lange nicht am Ziel. "Uns wird sicher nichts geschenkt, wir müssen alles reinhauen, um auch am Ende vorne zu stehen", betonte der Deutsche. Deshalb wird auch die Admira-Partie in den nächsten Tagen genau analysiert. "Wir werden offen und ehrlich die Dinge aufarbeiten, die nicht so gepasst haben", kündigte Rose an. Als nächste Hürde wartet am Samstag zum Auftakt der 22. Runde das Gastspiel in Altach. Es ist zugleich die Generalprobe für das Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa League bei Real Sociedad am 15. Februar.

Baumeister ist "zum Weinen" 

Auf die Südstädter wartet mit dem Heimspiel gegen Rapid am kommenden Sonntag gleich der nächste "Brocken". Die Wiener waren vor dem Sonntag-Derby gegen die Austria nur drei Punkte vom Vierten aus Maria Enzersdorf entfernt. "Nächste Woche müssen wir mindestens die gleiche Leidenschaft an den Tag legen und die eine oder andere Situation besser ausspielen", gab Tormann Andreas Leitner die Marschroute vor.

Zuvor galt es die Last-Minute-Niederlage zu verdauen. "Es ist sehr, sehr bitter, zum Weinen", meinte Leitner. Laut seinem Coach sei der späte Gegentreffer auch ein Zeichen von Unroutiniertheit gewesen. "Es ist bitter, aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Jungs haben aufopferungsvoll gekämpft und alles reingehauen", hob Ernst Baumeister das Positive hervor. Seine Personalsorgen wurden aber nicht kleiner: Mit dem 22-jährigen Kameruner Macky Bagnack wird ein weiterer Spieler in den nächsten Wochen verletzungsbedingt fehlen.

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