Der VfB Stuttgart steht erneut im Finale des DFB-Pokals - anders als im Vorjahr wartet dort diesmal aber kein Drittligist, sondern mit dem FC Bayern die aktuell vielleicht beste Mannschaft Europas. Schon drei Mal kreuzten sich die Wege mit dem deutschen Rekordmeister in dieser Saison, drei Mal war für die Schwaben nichts zu holen. Und doch glaubt man im Ländle an eine Chance auf die Titelverteidigung.
1:2, 0:5, 2:4 - die Bilanz in dieser Spielzeit gegen den FC Bayern liest sich aus Sicht des VfB Stuttgart äußerst trist. Trotzdem überwog nach dem dramatischen Halbfinal-Erfolg gegen den SC Freiburg (2:1 nach Verlängerung) die Vorfreude auf das baldige Wiedersehen in Berlin.
"Ich freue mich, dass es die Bayern sind", betonte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß am "ARD"-Mikro, denn: "Ein Pokalsieg im Finale gegen die Bayern, da geht nichts mehr drüber. Jetzt haben wir die Chance."
In der Bundesliga hatten die Schwaben der Offensivwucht des Starensembles von Vincent Kompany kaum etwas entgegenzusetzen gehabt, auch im Supercup zu Saisonbeginn gab es eine Pleite.
Am späten Donnerstagabend war das Hoeneß vorerst egal. "Wir wissen, wer da auf der anderen Seite ist, aber darüber mache ich mir jetzt keine Gedanken", stellte der 43-Jährige vor dem Finale am 23. Mai klar.
Stuttgart setzt auf "schlechten Tag" des FC Bayern
Da der VfB durch den eigenen und sowie den Finaleinzug der Bayern mindestens die Qualifikation für die Europa League sicher hat, rief Hoeneß für den Ligaendspurt den "vollen Angriff" auf die Königsklasse aus.
Ein erneuter Triumph im DFB-Pokal würde eine starke Saison krönen. "Wir wollen auf jeden Fall mit dem Pokal wieder nach Stuttgart kommen", kündigte Angelo Stiller an.
Doch wie soll das gegen den vermeintlich übermächtigen FC Bayern gelingen? "Es ist auf jeden Fall alles möglich in so einem K.o.-Spiel. Es gibt kein Rückspiel, es kann alles passieren", verdeutlichte Deniz Undav - und äußerte die leise Hoffnung, "dass die Bayern einen schlechten Tag haben und wir den besseren Tag".

















