Suche Heute Live
Bundesliga
Artikel teilen

Bundesliga
Fußball
(M)

Bartra beim BVB auf dem Abstellgleis: Nicht mehr der Alte

Wird mit einem Wechsel in Verbindung gebracht: Marc Bartra
Wird mit einem Wechsel in Verbindung gebracht: Marc Bartra
Foto: © TEAM2
17. Januar 2018, 16:18
sport.de
sport.de

Medienberichten zufolge bereitet Innenverteidiger Marc Bartra seinen Abschied vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund vor. Überraschen darf das nicht: Der sensible Spanier hat sich vom Schock des Bus-Attentats nie richtig erholt.

Was muss in einem Menschen vorgehen, der im zarten Alter von 26 um sein Leben fürchten musste? Wie verkraftet man einen heimtückischen Bombenanschlag, der Metallstifte und Glasscherben in tödlicher Geschwindigkeit durch die Luft zischen lässt?

Marc Bartra kann diese Fragen beantworten. Liebend gerne hätte er auf die traumatischen Erfahrungen verzichtet. Seit dem 11. April 2017 ist nichts mehr wie es einmal war. Der Profi weiß, dass der Speichenbruch und die Fremdkörper-Einsprengungen im Arm letztlich Glück im Unglück waren. Teamkollege Nuri Sahin berichtete später, dass die Augen Bartras "dunkel und ängstlich" gewirkt hätten.

Neun Monate sind seither ins Land gezogen, und noch immer versucht ein ganzer Verein, diesen schrecklichen Abend hinter sich zu lassen. Schnell war damals Normalität eingekehrt, erzwungenermaßen. Nur einen Tag nach dem Attentat wurde das Champions-League-Viertelfinale gegen die AS Monaco nachgeholt. Den Spielern auf dem Rasen war das Grauen anzusehen. Viele dachten an den schwer verletzten Bartra, der noch in der Nacht der Explosion operiert worden war.

39 Tage später kehrte der Spanier schließlich auf den Platz zurück. Nach dem 4:3-Sieg gegen Werder Bremen stand er allein vor der tosenden Südtribüne und weinte. "Nach allem, was passiert ist, war es ein sehr emotionales Spiel für mich", gewährte Bartra Einblick in sein Innenleben. In der Presse war im Anschluss von einem persönlichen Befreiungsschlag die Rede. Ein Trugschluss.

Hinten rechts ein Schwachpunkt

Das vergangene Halbjahr hat gezeigt, dass Bartra nicht mehr der Alte ist. Zwar hatte der 2016 vom FC Barcelona gekommene Abwehrmann auch vor dem Attentat nie restlos überzeugen können, solide war er in seiner ersten Saison indes allemal. Der spanische Nationalspieler, der als passsicherer Nachfolger des zum FC Bayern abgewanderten Mats Hummels galt, genoss das Vertrauen des damaligen BVB-Trainers Thomas Tuchel.

Nun, im Januar 2018, ist der sportliche Stellenwert des Katalanen gesunken. Dabei war sein Start in die Spielzeit so vielversprechend. Beim 3:0-Auftaktsieg in Wolfsburg glänzte Bartra mit einem traumhaft schönen Schlenzer in den Winkel des VfL-Gehäuses. Unter dem niederländischen Coach Peter Bosz durfte der 27-Jährige zunächst noch auf seiner Stammposition in der Zentrale ran, wurde im Laufe der Hinrunde allerdings nach rechts versetzt.

Auf der Außenbahn fühlte sich Bartra jedoch nicht wohl. Ungestüm im Zweikampf, naiv im Stellungsspiel, fehlerhaft im Spielaufbau - immer häufiger machten Gegner den Rechtsfuß als Schwachpunkt aus. So wurde der Iberer zu einem Gesicht der Dortmunder Krise. Als Bosz im Dezember entlassen wurde, hinterließ er einen Trümmerhaufen.

WM in Gefahr?

Das schwarz-gelbe Chaos sollte der eilig verpflichtete Peter Stöger in Ordnung bringen. In der Folge trat die Mannschaft defensiv stabiler auf und gewann die beiden abschließenden Bundesliga-Begegnungen gegen Mainz und Hoffenheim. Frustrierter Zuschauer: Marc Bartra. Stöger hatte den völlig verunsicherten Abwehrspieler aus dem Team genommen und seither nur noch einmal eingesetzt. Beim Pokal-Aus in München kurz vor Weihnachten wirkte Bartra derart überfordert, dass der Trainer ihn nach 35 Minuten vom Feld nahm.

Nun, da die Borussia in Manuel Akanji eine weitere hochkarätige Alternative für die Innenverteidigung geholt hat, tendieren Bartras Einsatzchancen gegen Null. Die "Sport Bild" berichtet nun von konkreten Wechselabsichten des Spaniers, der wenige Monate vor der WM in Russland um seinen Platz im Aufgebot der "Furia Roja" bangt.

Ein Zusammenhang zwischen dem bedenklichen Formverlust des einstigen Hoffnungsträgers und dem traumatischen Anschlag im April liegt nahe. Wie beklemmend die dramatischen Minuten im BVB-Bus gewesen sein müssen, ist kaum vorstellbar. "Ich habe am eigenen Körper erfahren müssen, wie schnell sich das Leben verändern, gar vorbei sein kann", blickte Bartra in einem "Sport Bild"-Interview zurück. Fortan wolle er seine "Zeit viel intensiver genießen." Ob das in Dortmund möglich ist? Wohl kaum.

Heiko Lütkehus

34. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
SV Werder Bremen
SV Werder Bremen
SV Werder
0
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
BVB
0
15:30
Sa, 16.05.
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
0
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05
Mainz 05
0
15:30
Sa, 16.05.
SC Freiburg
SC Freiburg
Freiburg
0
RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
0
15:30
Sa, 16.05.
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
E. Frankfurt
0
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
Stuttgart
0
15:30
Sa, 16.05.
FC St. Pauli
FC St. Pauli
St. Pauli
0
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
Wolfsburg
0
15:30
Sa, 16.05.
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
Union Berlin
0
FC Augsburg
FC Augsburg
Augsburg
0
15:30
Sa, 16.05.
Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
M'gladbach
0
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
Hoffenheim
0
15:30
Sa, 16.05.
FC Bayern München
FC Bayern München
FC Bayern
0
1. FC Köln
1. FC Köln
1. FC Köln
0
15:30
Sa, 16.05.
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
Leverkusen
0
Hamburger SV
Hamburger SV
Hamburger SV
0
15:30
Sa, 16.05.
#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern332751117:358286
2Borussia DortmundBorussia DortmundBVB33217568:343470
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig33205865:432265
4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart33187869:472261
5TSG HoffenheimTSG HoffenheimHoffenheim33187865:481761
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen33177967:462158
7SC FreiburgSC FreiburgFreiburg331281347:56-944
8Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt3311101259:63-443
9FC AugsburgFC AugsburgAugsburg331271445:57-1243
101. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05339101442:53-1137
11Hamburger SVHamburger SVHamburger SV339101439:53-1437
121. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin33991540:58-1836
13Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach338111438:53-1535
141. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln337111548:58-1032
15SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder33881737:58-2132
16VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg33681942:68-2626
171. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim33681941:70-2926
18FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli33681928:57-2926
  • Champions League
  • Europa League
  • Europa Conference League Quali.
  • Relegation
  • Abstieg
  • M = Meister der Vorsaison
  • N = Aufsteiger
  • P = Pokalsieger der Vorsaison
Ergebnisse & Tabelle

Newsticker

Alle News anzeigen

Torjäger 2025/2026

#Spieler11mTore
1FC Bayern MünchenHarry Kane1033
2VfB StuttgartDeniz Undav019
3Borussia DortmundSerhou Guirassy116
Bayer LeverkusenPatrik Schick416
5FC Bayern MünchenLuis Díaz015
    * Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.