Knapp fünf Wochen vor dem WM-Auftaktspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist beim Gegner Curaçao Trainer Fred Rutten zurückgetreten.
Die Entscheidung habe der Niederländer nach einem offenen und konstruktiven Gespräch mit dem Verbandspräsidenten getroffen, teilte der Fußball-Verband des Landes mit. Niederländischen Medienberichten zufolge soll Ruttens Vorgänger Dick Advocaat auch sein Nachfolger werden.
Der Ex-Schalker Rutten hatte das Amt im Februar von seinem Landsmann Advocaat übernommen. Unter dem 63-jährigen Rutten hatte Curaçao zweimal verloren. Bei seiner Premiere gab es Ende März eine 0:2-Niederlage gegen China, kurz darauf unterlag die Mannschaft 1:5 (0:1) in Australien.
Die deutsche Mannschaft beginnt ihr WM-Turnier am 14. Juni in Houston gegen Curaçao. Weitere Vorrunden-Gegner sind die Elfenbeinküste und Ecuador.
Verband will zeitnah über Nachfolge informieren
Der 78-jährige Advocaat war im Februar aus persönlichen Gründen von seinem Posten zurückgetreten, nachdem er das Team von der kleinen Karibikinsel völlig überraschend erstmals zu einer WM geführt hatte.
Die niederländische Zeitung "Algemeen Dagblad" berichtete, mit Advocaats Rückkehr werde nun der Wunsch der Mannschaft erfüllt. Das Team hatte sich demnach klar gegen Rutten und für eine Rückkehr des Ex-Coaches ausgesprochen. Der Verband kündigte an, zeitnah über die nächsten Schritte zu informieren.
Rutten habe sich selbst zum Rücktritt entschieden, obwohl er nicht Gegenstand der Diskussion gewesen sei, hieß es vom Verband Curaçaos. Es dürfe kein Klima entstehen, dass gesunde Beziehungen beeinträchtige, daher sei es geboten, einen Schritt zurückzutreten, wurde der Niederländer zitiert.









