Johannes Lukas hat in der vergangenen Biathlon-Saison mit der Männer- und Frauen-Nationalmannschaft Schwedens insgesamt 37 Podestplätze eingefahren. Dennoch wird der deutsche Coach den Trainingsplan abändern.
Nicht nur die Norweger, sondern auch die Schweden setzen in der Vorbereitung auf die kommende Biathlon-Saison weniger auf Höhentrainingslager als zuvor.
"Wir wollen beim Höhentraining etwas den Fuß vom Gas nehmen, wo man das macht und wie viele Tage. Man muss das clever angehen und aus den Erfahrungen der letzten vier Jahre lernen", erklärte Schwedens Cheftrainer Johannes Lukas gegenüber "Biathlon World".
Sicher wird er mit seinem Team nach Font Romeu in die Pyrenäen zurückkehren, "nicht nur wegen der Höhe. Man kann dort hervorragend trainieren, und gerade wir Schweden brauchen Berge zum Trainieren. Höhentraining braucht es sicher immer noch, aber vielleicht nicht drei Trainingslager auf der Höhe".
Biathlon-Erfolgstrainer Lukas erarbeitet "neue Trainingsstruktur"
Der deutsche Trainer der Schweden setzt insgesamt auf eine "neue Trainingsstruktur" mit "mehr Trainingszeit zuhause". Nach der erfolgreichen letzten Saison gehe man die kommenden Monate "entspannt an". Den kompletten Olympiazyklus bis 2030 habe Lukas noch nicht durchgeplant.
Er sagt: "Wir sind ziemlich zuversichtlich. Ein Großteil der Mannschaft ist wieder da, wir haben auf sie gehört und das Reisepensum zurückgefahren. Nach der Saison werden wir das bewerten und schauen, wo die Stärken des neuen Plans liegen. Wir wissen, wo wir in vier Jahren sein wollen, werden das aber nach der nächsten Saison noch mal beleuchten und dann weitersehen."
Zu seiner Mannschaft gehören unter anderem Olympiasieger Martin Ponsiluoma, die Bronze-Staffel mit Sebastian Samuelsson, Jesper Nelin und Viktor Brandt sowie seine Nationencup-Siegerinnen Elvira und Hanna Öberg, Anna Magnusson und Linn Gestblom. Bei den zurückliegenden Winterspielen sprangen drei Podestplätze heraus.
"Wir sind enorm stolz darauf. Die Winterspiele sind immer eine Riesensache. Jeder will eine Medaille gewinnen, aber wenn man erst mal da ist, ist es gar nicht so einfach. Anfangs wollte es noch nicht klappen, aber wir haben zusammengehalten und sind ruhig geblieben. Dann gab es Gold, was der Wahnsinn ist, aber die zwei Team-Medaillen sind immer etwas Besonderes, weil man sie zusammen gewinnt. Ich bin sehr stolz, dass wir dem Druck standgehalten haben", resümierte Lukas.
