Auch mit seinen 53 Jahren denkt Japans Skisprung-Legende Noriaki Kasai noch nicht an einen Rücktritt. Im Gegenteil. Der "Flugsaurier" will im kommenden Winter noch einmal ganz neu angreifen und dafür zum x-ten Mal in seiner Laufbahn ein Materialexperiment wagen.
Noriaki Kasai hat immer noch nicht genug. Bei einem Fan-Treffen in Tokio bestätigte Japans lebende Skisprung-Legende, dass er in der nächsten Saison erneut auf die Schanze zurückkehren will, um sich für einen Platz im nationalen Weltcup-Kader zu empfehlen.
Um sein ambitioniertes Ziel zu erreichen, setzt der "Flugsaurier" einmal mehr auf ein kleines Materialexperiment. Wie japanische Medien berichten, wird er seine Skier der Vorsaison einlagern und wieder mit einem kürzeren Modell springen.
Er sei im vergangenen Winter bewusst mit 2,47 Meter langen Skiern gesprungen, um mehr Spielraum bei seinem Gesamtgewicht zu haben. Das zusätzliche Gewicht zahlte sich für ihn aber nicht aus. Im Winter 2026/27 will er nun wieder auf vier Zentimeter kürzere Bretter setzen.
Auch Skisprung-Legende Kasai hat "Gewichtsprobleme"
Dies tut er auch, um externes Gewicht einzusparen, denn wie er in Tokio erklärte, fällt es auch ihm mittlerweile schwerer, überflüssige Pfunde loszuwerden. "Nach dem 50. Lebensjahr ist es sehr schwierig, Gewicht zu verlieren", sagte Kasai. Den Glauben an sein Potenzial habe er aber immer noch nicht verloren, bekräftigte er. "Ich will in dieser Saison hart trainieren und gewinnen", lautete seine forsche Ansage.
Kasai hatte die vergangene Saison im zweitklassigen Continental Cup begonnen, beim Heimwettkampf in Sapporo aber dank der zusätzlichen Startplätze den Sprung in den Weltcup-Kader geschafft. Über Sapporo wollte sich der 53-Jährige für die Olympischen Spiele qualifizieren - es wäre seine neunte (!) Olympia-Teilnahme gewesen. Auf seiner Lieblingsschanze enttäuschte der "Flugsaurier" allerdings und verpasste den Zug nach Italien.
