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"Zeit, das Gewehr beiseitezulegen"

Für Trainerjob: Biathlon-Star beendet aktive Karriere

Biathlet Adam Runnalls hört auf
Biathlet Adam Runnalls hört auf
Foto: © IMAGO/Tairo Lutter
18. Mai 2026, 09:13
sport.de
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Die Rücktrittswelle im Biathlon geht weiter: Wenige Tage nach seiner Landsfrau Benita Peiffer hat auch der Kanadier Adam Runnalls seinen Rückzug vom Leistungssport bekannt gegeben.

Via Instagram verkündete der 27-Jährige die Neuigkeit und erklärte dabei, dass "das Kapitel seines Lebens als Athlet zu Ende gegangen ist".

Runnalls, der bei den Olympischen Winterspielen 2022 mit der Staffel den sechsten Platz geholt hatte, schrieb: "Nach 16 Jahren, in denen ich fast täglich auf den Skiern stand und die Welt bereiste, ist es nun an der Zeit, die Skier an den Nagel zu hängen und das Gewehr beiseitezulegen."

Er werde seine Zeit als Skijäger "niemals vergessen", freue sich zugleich aber, "sagen zu können, dass sie noch nicht vorbei ist". 

Runnalls verriet: "Auch wenn ich meine aktive Wettkampfkarriere beendet habe, trete ich nun eine Stelle als Trainer an - und ich bin voller Vorfreude auf dieses neue Kapitel."

Wo er künftig als Coach arbeiten wird, ließ er offen.

Erst steiler Aufstieg, dann Leistungsschwankungen

Runnalls hatte seine ersten internationalen Wettkämpfe bei den Jugendweltmeisterschaften 2016 bestritten, wo er unter anderem 17. des Einzels und Fünfter im Staffelwettkampf wurde. In den Folgejahren nahm er auch am IBU-Junior-Cup teil.

Ende 2018 startete der Kanadier dann zum ersten Mal im IBU-Cup und nahm kurz darauf auch an der Biathlon-EM teil. Anfang 2020 wurde Runnalls für die Weltmeisterschaft in Antholz nominiert, wo er 81. des Sprints und 14. mit der Staffel wurde.

2020/2021 bestritt der Skijäger erstmals ausschließlich Rennen im Weltcup, bei der WM in Slowenien erreichte er mit einem 38. Platz im Einzel seine erste Punkteplatzierung.

Runnalls Premiere bei Olympischen Winterspielen 2022 verlief mit drei Top-40-Platzierungen durchaus erfolgreich, in den vergangenen Wintern wurden die Leistungsschwankungen bei ihm jedoch immer größer, die Resultate zunehmend enttäuschender.

Nun hat der Nordamerikaner einen Schlusstrich gezogen - mit versöhnlichen Worten. "Dankeschön, Biathlon", schrieb Runnalls zum Abschied.

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