Die Vorbereitung des französischen Biathlon-Erfolgsteams auf die kommende Saison läuft in diesem Jahr ganz anders ab als zuvor, gleich mehrere Top-Skijäger verfolgen individuelle Pläne. So auch der Sieger des Gesamtweltcups.
Eric Perrot wird zwei Trainingslager der französischen Biathlon-Nationalmannschaft im Juni (in Ceillac) und im Juli (Prémanon) verpassen. Das verriet der Top-Athlet gegenüber dem "Nordic Magazine".
Statt gemeinsam mit seinen Kollegen die Grundlagen für den kommenden Winter zu legen, zieht er von Anfang Juni bis zum Blink-Festival (5. bis 8. August) nach Norwegen. Rund zwei Monate lang trainiert Perrot also abseits der Kerngruppe.
Das Besondere: Mit seiner Lebensgefährtin will er im Van in den Norden Europas reisen und entlang der Strecke die Familie besuchen.
"Es war meine Entscheidung, diese Vorbereitung etwas anders anzugehen", so Perrot: "Ich brauche das nach einer intensiven Saison. Ich denke, es ist ein guter Weg, etwas anders neu anzufangen. Und es ist eine willkommene Abwechslung zu Beginn dieser Vorbereitung."
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Zugleich betonte der Franzose, sich voll und ganz an die vom Trainer und Verband erarbeiteten Trainingspläne halten zu wollen. "Der Unterschied liegt in der Umsetzung. Allein im Training zu sein, ist schön", führte der Skijäger aus, der sich davon verspricht, sich "langfristig" für weitere große Ziele motivieren zu können.
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Nach dem Blink-Festival im August in Norwegen kehrt Perrot für das große Höhentrainingslager in Bessans zurück nach Frankreich.
Zuletzt hatten auch weitere französische Biathlon-Stars mit ihren eigenen Plänen für Schlagzeilen gesorgt. Emilien Jacquelin tauscht seine Skier und sein Gewehr für ein halbes Jahr für ein Rennrad ein, erfüllt sich als neuer Fahrer der Nachwuchsmannschaft von Team Decathlon CMA CGM einen großen persönlichen Traum.
Fabien Claude verabschiedete sich mit seiner Partnerin für zwei Monate auf Weltreise, auch er verpasst weite Teile der Saisonvorbereitung.


