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"Mir fehlte schlichtweg die Energie"

Nach Degradierung: Biathlon-Talent bricht Schweigen

Frankreichs Biathlonteam wird umgebaut (Symbolbild)
Frankreichs Biathlonteam wird umgebaut (Symbolbild)
Foto: © IMAGO/Alexey Filippov
18. Mai 2026, 13:11
sport.de
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Für Axel Garnier verlief die vergangene Saison ganz und gar nicht nach Plan. Der 23-Jährige, der in den letzten beiden Jahren dem französischen Biathlon-Kader angehört hatte - zunächst im Förderprogramm "Excellence 2030", danach in der B-Mannschaft -, wurde nach einem enttäuschenden Winter ausgebootet. Nun hat er sein Schweigen gebrochen.

"Ich habe im vergangenen Sommer massiv übertrainiert und konnte die Trainingsbelastung nicht verkraften", begründete Axel Garnier seine Probleme im Gespräch mit dem "Nordic Magazine".

Obwohl sich der Franzose vorgenommen hatte, seine zuvor vielversprechende Entwicklung im IBU-Cup fortzusetzen, gelang es ihm nie, zu seiner Top-Form zu finden.

"Es war eine Saison, die weit hinter dem Niveau der letzten drei Winter zurückblieb, da mir schlichtweg die Energie fehlte. Es gelang mir zu keinem Zeitpunkt, wieder in die Spur zu finden und gute Leistungen abzurufen - weder im Wettkampf noch im Training", gestand Garnier selbstkritisch ein.

Die Konsequenz: Der formschwache Skijäger wurde aus den Bundeskadern gestrichen. Ein herber Rückschlag.

Zurück zu den Biathlon-Wurzeln

Zuletzt lagen Garnier immerhin mehrere Optionen für den nächsten Abschnitt seiner Karriere vor. Eine davon bestand darin, nach Norwegen zu gehen, um dort mit einem privaten Team zu trainieren.

"Bereits vor zwei Jahren hätte ich eigentlich im Rahmen des Erasmus-Programms nach Lillehammer gehen sollen. Damals wurde ich jedoch für das französische 'Excellence 2030'-Team nominiert", verriet der 23-Jährige jetzt.

Auch diesmal überlegte Garnier hin und her, besprach sich mit seiner Freundin Chloe Dupont, ihrerseits Biathletin im britischen Team, und traf dann eine Entscheidung. Und zwar gegen Norwegen. "Ich schließe die Tür für diese Möglichkeit in künftigen Saisons aber keineswegs", stellte er klar.

Der Franzose hat sich dazu entschlossen, auf ein bewährtes Erfolgsrezept zurückzugreifen und wieder im "Haute-Savoie Nordic Team" zu starten. "Diese Rückkehr zu meinen Wurzeln wird mir guttun - umgeben von Menschen, die ich kenne und die mich kennen", hob Garnier hervor.

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