Suche Heute Live
Biathlon
Artikel teilen

Biathlon

Einen "Nachteil" gibt es

Biathlon-Olympiasieger hat besondere Pläne

Foto: © IMAGO/Gabor Baumgarten
12. Mai 2026, 07:47
sport.de
sport.de

Das in der vergangenen Saison so erfolgreiche französische Biathlon-Team lässt seinen Athleten in der Vorbereitung reichlich freie Hand. Nicht nur Emilien Jacquelin, der sich im Radsport ausprobieren will, fehlt. Bis Juli ist auch einer seiner Teamkollegen auf Reisen. Nun hat dieser detailliert über seine Pläne gesprochen, einen Nachteil gibt es allerdings.

Staffel-Olympiasieger Fabien Claude ist für gleich mehrere Monate mit seiner Lebensgefährtin auf Reisen, bis Ende Juni will das Paar unter anderen in Indonesien und Neuseeland unterwegs sein. Die ersten Wochen der Vorbereitung auf die neue Weltcup-Saison verpasst er damit.

Frühzeitig hatte der 31-Jährige die Reiseträume mit Frankreichs Biathlon-Cheftrainer Simon Fourcade abgesprochen, mit dem Fitnesscoach der Nationalmannschaft habe er sich außerdem einen Plan zurechtgelegt, um nicht nur auf der faulen Haut zu liegen. "Ich habe mich gut vorbereitet, um wieder in Form zu kommen, und selbst während der Reise absolviere ich gezielte Trainingseinheiten", verriet Claude dem "Nordic Magazine". Vor allem die Muskulatur am Rücken und an den Knien wolle er stärken - zwei seiner "Schwachstellen", wie er selbst sagte.

Nach einem Abstecher auf die Malediven ist das Paar seit Mai in Indonesien, wo der Erholungsurlaub nicht zu kurz kommen soll. Im Juni steht eine längere Reise mit dem Van durch Neuseeland an: "Das wird ein richtiges Abenteuer mit Radfahren, Trekking, Wandern und Skifahren, weil dort Winter ist", sagte Claude.

Das ist der einzige "Nachteil"

Hier erfährt der Biathlon-Star sogar die Unterstützung seines neuseeländischen Weltcup-Konkurrenten Campbell Wright, der ihm die komplette Ausrüstung mit Skiern, Skischuhen und Anzügen leiht: "Das ist echt super, dass ich das auf dieser langen, dreimonatigen Reise machen kann."

Der einzige "Nachteil": Der Staffel-Weltmeister von 2023 steigt erst nach seiner Rückkehr im Juli ins Schießtraining ein, die ersten Einheiten unter dem neuen Trainer Siegfried Mazet wird er verpassen.

"Man muss Prioritäten setzen und Kompromisse eingehen, und ich konnte nicht überall mit meinem Gewehr hinreisen. Deswegen wird es vor Juli kein Schießtraining geben", so Claude. Mit Mazet will er nach seiner Rückkehr derweil auch an der "mentalen Stärke" arbeiten: "Ich denke, da kann ich noch viel lernen." Zur neuen Saison will er zudem mit einem neuen Gewehrschaft an den Start gehen.

Fourcade zeigte sich mit den Plänen seines Schützlings einverstanden: "Athleten haben Angehörige, die das ganze Jahr über so viel geben und irgendwann muss man ihnen erlauben, etwas zurückzugeben", so der Ex-Profi: "Dieses Jahr nach den Olympischen Spielen eignet sich perfekt dafür, persönliche Projekte zu realisieren."

So sollen auch die Akkus für den Beginn des neuen Olympia-Zyklus aufgeladen werden: 2030 finden die Spiele in den französischen Alpen statt.

Newsticker

Alle News anzeigen