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Unterstützung der Europäer

Wird Bjørndalen der neue IBU-Boss?

Wird Ole Einar Bjørndalen neuer IBU-Präsident?
Wird Ole Einar Bjørndalen neuer IBU-Präsident?
Foto: © IMAGO/JON OLAV NESVOLD
12. Mai 2026, 08:29
sport.de
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Biathlon-Ikone Ole Einar Bjørndalen aus Norwegen verfolgt das Weltcup-Geschehen auch viele Jahre nach seinem Karriereende sehr genau, etwa als TV-Experte. Doch der 52-Jährige könnte bald schon eine viel gewichtigere Rolle im Sport einnehmen. Bjørndalen selbst bestätigte nun die durchaus überraschenden Anfragen, er möge als Präsident des Weltverbands IBU kandidieren.

Mehrere nationale Biathlonverbände sind an Ole Einar Bjørndalen herangetreten, um seine Nominierung für die Spitzenposition bei der Internationalen Biathlon-Union einzureichen.

"Viele nationale Verbände sind auf mich zugekommen und haben gefragt, ob ich Interesse hätte. Es handelt sich um konkrete Anfragen", bestätigte die Biathlon-Legende gegenüber dem norwegischen "Dagbladet".

Gemäß der Statuten müssen Kandidaten für das Amt des Präsidenten von einem nationalen Verband nominiert werden, um dann zur Wahl gestellt werden zu können. Die Unterstützung von mindestens einem Mitgliedsland hat der Norweger aber offenbar bereits. Um welche Verbände es sich handelt, verrät Bjørndalen nicht. 

Bjørndalen nicht abgeneigt: "Potenzial des internationalen Biathlons maximieren"

Allerdings bekräftigte der achtfache Olympiasieger und 20-fache Weltmeister, der den Biathlon über viele Jahre hinweg dominiert hat, dass es sich um "europäische und nicht osteuropäische Länder" handele - womit er wohl mögliche Verbindungen nach Belarus ausschließen wollte.

Bjørndalen ist mit der belarussischen Olympiasiegerin Darya Domracheva verheiratet, gemeinsam hat das Paar zwei Kinder. Belarussische Biathletinnen und Biathleten sind seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine von der IBU ausgeschlossen, an dieser Position hält der Verband auch weiterhin fest. In Russland verbindet man den Norweger dennoch mit der Hoffnung, dass der Ausschluss aufgehoben wird, wie Ex-Biathlet Dmitri Vasiliev zuletzt bei "Match TV" betonte. "Im Grunde genommen ist er unser Weißrusse. Das ist die wichtigste und positivste Entwicklung für Russland und Belarus", so Vasiliev.

Ob die Skijäger-Ikone eine Kandidatur einreichen wird, ist allerdings noch nicht endgültig geklärt. Bjørndalen wolle sich die Zeit nehmen, um die Möglichkeit abzuwägen. Abgeneigt scheint er aber nicht zu sein, teilte mit dem "Dagbladet" seine Motivation: "Den Biathlon in die bestmögliche Richtung zu entwickeln und das Potenzial sowie den Wert des internationalen Biathlons zu maximieren."

Aktueller Präsident der IBU ist der Schwede Olle Dahlin, der 2022 wiedergewählt worden war. Seine zweite Amtszeit endet in diesem Jahr. Nach Informationen von "Dagbladet" habe der Slowene Tim Farcnik große Chancen, sein Nachfolger zu werden.

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