Kürzlich hat der französische Verband die Kaderlisten für die Biathlon-Saison 2026/2027 veröffentlicht. Mit besonders viel Interesse wurde die Besetzung des A-Frauenteams verfolgt. Manch eine Personalie sorgte im Anschluss durchaus für Diskussionen, in die sich Sportdirektor Stéphane Bouthiaux nun eingeschaltet hat.
Cyril Burdet und Patrick Favre haben sich entschieden. Die beiden Cheftrainer der französischen Biathletinnen gehen die kommende Weltcup-Saison mit einem prominenten Sextett um Justine Braisaz-Bouchet, Océane Michelon, Lou Jeanmonnot, Julia Simon, Camille Bened und Jeanne Richard an.
Für Bened war die Nominierung ein Novum, aber keineswegs eine Überraschung.
"Sie hat eine großartige Saison absolviert, eine hervorragende Platzierung im Gesamtweltcup erreicht, ist Olympiasiegerin mit der Staffel und war bei den Olympischen Spielen kurz davor, eine weitere Medaille oder sogar den Sieg im Einzelwettbewerb zu erringen", begründete Stéphane Bouthiaux, Direktor der französischen Teams, die Wahl gegenüber dem "Nordic Magazine".
Sportdirektor rechtfertigt A-Kader-Platz von Richard
Weniger eindeutig war die Berufung Richards, die den sechsten Startplatz erhielt. Denn: In der vergangenen Saison hatte die 24-Jährige nur selten überzeugen können, viele Experten hatten daher eine Herabstufung der Skijägerin erwartet.
"Insgesamt elf Athletinnen haben im vergangenen Winter am Weltcup teilgenommen, und Jeanne erzielte - abgesehen von den fünf Sportlerinnen, die bei den Olympischen Spielen starteten – mit Abstand die besten Ergebnisse", hob Bouthiaux hervor. "Auch in ihrem Fall ist die Nominierung völlig logisch und absolut gerechtfertigt."
In der Folge müssen Voldiya Galmace-Paulin, Gilonne Guigonnat, Célia Henaff, Amandine Mengin, Paula Botet und Sophie Chauveau, die allesamt nach starken Leistungen im IBU-Cup auf einen Platz in der A-Mannschaft gehofft hatten, nun gemeinsam in der B-Mannschaft trainieren. An ihrer Seite: Lou-Anne Dupont Ballet-Baz, Thémice Fontaine und Anaëlle Bondoux.
