In den vergangenen Jahren drohte Borussia Dortmund ein wenig, den Ruf, eine der größten Talentschmieden des europäischen Fußballs zu sein, zu verlieren.
Unter dem neuen Sportdirektor Ole Book soll die einstige Tugend aber angeblich wieder stark in den Vordergrund gestellt werden. Ein Grundstein wurde schon von Books Vorgänger Sebastian Kehl gelegt: Mit dem 17-jährigen Brasilianer Kaua Prates und dem 18-jährigen Ecuadorianer Justin Lerma stoßen zwei Talente im Sommer zum Kader, deren Verpflichtung der BVB vor geraumer Zeit festzurrte.
Das Ende der Youngster-Offensive ist damit aber wohl noch nicht erreicht. Diese Juwelen soll man bei den Schwarzgelben noch im Blick haben.
Laut übereinstimmenden Medienberichten steht der 19-jährige Innenverteidiger Joane Gadou von RB Salzburg unmittelbar vor einem Wechsel zum BVB. "Sky" vermutet sogar, dass der Deal noch am Dienstag offiziell verkündet werden könnte.
Ob alle Gerüchte so heiß werden, steht in den Sternen. Die Schwarzgelben sollen jedoch bei einigen Talenten gute Chancen haben.
Liam Claude Kanté (15 Jahre/Innenverteidiger)
Während Gadou sicherlich einen Platz im Profikader bekommen dürfte, ist der 15-jährige Kroate Liam Claude Kanté eher eine Investition in die Zukunft. Der kroatische Juniorennationalspieler, der aktuell für die Jugend von Lokomotiva Zagreb aktiv ist, soll Transferinsider Fabrizio Romano zufolge das Interesse der Borussen geweckt haben.
Kanté misst trotz seines jungen Alters bereits 1,90 Meter, gilt aber dennoch als Innenverteidiger, der nicht nur mit Körperlichkeit, sondern auch mit dem Ball am Fuß glänzen kann.
Eine mögliche Ablöse kursierte noch nicht, dürfte aber nicht zu ausufernd ausfallen.
Nathan de Cat (17 Jahre/Zentrales Mittelfeld)
Für Nathan de Cat müsste der BVB hingegen wohl empfindlich tief in die Taschen greifen. Der 17-jährige Mittelfeldspieler ist beim RSC Anderlecht Stammkraft und debütierte Ende März sogar in der belgischen A-Nationalelf. Zudem blickt der 1,92 Meter große Akteur bereits auf 49 Pflichtspiele (4 Tore/5 Vorlagen) auf Profi-Niveau. Kein Wunder also, dass die Konkurrenz im Werben um den Youngster enorm sein soll.

Dem FC Bayern wurde ebenso bereits Interesse nachgesagt wie dem VfB Stuttgart, RB Leipzig, Manchester United, Manchester City, dem FC Chelsea, dem FC Arsenal oder Juventus Turin.
Spannend ist in diesem Zusammenhang, dass De Cats Vertrag bereits im Sommer 2027 ausläuft. Will Anderlecht mit dem Youngster Geld machen, müsste man die Zusammenarbeit ausdehnen - oder De Cat nach der laufenden Saison verkaufen. In letzterem Fall würden dem belgischen Portal "VoetbalFocus" zufolge rund 30 Millionen Euro fällig.
Kennet Eichhorn (16 Jahre/Defensives Mittelfeld)
Mit Kennet Eichhorn steht angeblich auch der Senkrechtstarter des deutschen Fußball-Unterhauses auf dem Zettel der Dortmunder.
"Bild" berichtet, der BVB könne sich bei Eichhorn "beste Chancen" auf eine Verpflichtung ausrechnen. Den Ausschlag gaben offenbar die Gespräche, welche die Dortmunder in den letzten Tagen und Wochen mit der Spielerseite geführt haben.
Ein Wechsel wäre demnach verhältnismäßig leicht zu bewerkstelligen, da Eichhorns Vertrag bei Hertha BSC eine Klausel enthalten soll, die einen Abschied ermöglicht, wenn ein Klub etwa zwölf Millionen Euro auf den Tisch blättert.
Mehr dazu:
"Es gibt noch keine Entscheidung", betonte Berlins Sportchef Benjamin Weber mit Blick auf die Zukunft der Nachwuchshoffnung zuletzt. "Wir sind in Kontakt mit Kennys Eltern. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um ihn zu überzeugen, noch ein Jahr hierzubleiben."
Zadok Yohanna (18 Jahre/Außenstürmer)
Für die Abteilung Attacke soll der BVB derweil den Nigerianer Zadok Yohanna vom schwedischen Erstligisten AIK ins Auge gefasst haben.
Erst im Sommer 2025 war Yohanna aus Nigeria nach Europa gewechselt und begeisterte dort direkt. In der laufenden Saison, die in Schweden im Kalenderjahr ausgetragen wird, glänzte der Flügelflitzer bislang mit fünf Toren und drei Vorlagen in zwölf Pflichtspielen.
Der X-Account "ScoutingByJaden" bezeichnet Yohanna als explosiven, torgefährlichen Außenstürmer, der mit Kreativität und Stärken im Eins-gegen-eins überzeugt. Verbesserungspotenzial soll demnach vor allem bei der Findung der richtigen Entscheidungen existieren. Auch die Defensivarbeit soll "ausbaufähig" sein.
"Afrik Foot" zufolge müsste der BVB aber mindestens 15 Millionen Euro für Yohanna nach Schweden überweisen. Eine Summe, die zu hoch erscheint.
Cristiano Júnior (15 Jahre/Außenstürmer)
Dieser Deal hätte mit Sicherheit die größte Strahlkraft, denn mit Cristiano Júnior soll kein Geringerer als der Sohn der lebenden Legende Cristiano Ronaldo das Interesse des BVB geweckt haben. Das berichtete zuletzt die "Sun". Der 15-Jährige spielt für den Nachwuchs von Al-Nassr in Saudi-Arabien, zuletzt kursierten bereits Gerüchte, ein Debüt für die Profis an der Seite seines Vaters rücke näher.
Aber angeblich könnte die Zukunft des portugiesischen Juniorennationalspielers auch beim BVB liegen.
Laut "Sun" träumt der Youngster selbst zwar eher von einer Rückkehr nach England oder Madrid. Seine Familie soll allerdings fürchten, dass der Rummel um seine Person ihn belasten könnte. Bei Manchester United und Real Madrid ist sein Vater eine echte Klub-Ikone.






























