Dank einer irren Aufholjagd schielt der 1. FC Heidenheim plötzlich doch noch auf den Klassenerhalt in der Bundesliga. Der FCH ist am Sonntag zum ersten Mal seit dem 17. Spieltag auf den vorletzten Tabellenplatz gesprungen und hofft vor dem Liga-Finale wieder auf die Relegation.
Für Deutschlands Rekordnationalspieler steht fest, wer den Löwenanteil an der herausragenden Aufholjagd des 1. FC Heidenheim in den vergangenen Monaten hat. "Die Heidenheimer waren schon so gut wie abgestiegen, aber sie sind wieder zurückgekommen. Heidenheim hat einen Wunderheiler, und der heißt Frank Schmidt", schrieb der 65-Jährige in seiner "Sky"-Kolumne.
Matthäus fasste die herausragenden Leistungen des Heidenheim-Coaches aus den vergangenen vier Spielzeiten zusammen: "Er ist mit Heidenheim aufgestiegen, hat mit ihnen in der Conference League gespielt, im vergangenen Jahr die Relegation überstanden und jetzt diese Aufholjagd hingelegt."
Am 26. Spieltag betrug der Rückstand des 1. FC Heidenheim auf den Relegationsplatz noch satte zehn Punkte. Zu diesem Zeitpunkt im März traute dem Schlusslicht praktisch niemand mehr eine derartige Aufholjagd zu, wie sie seit dem zu sehen ist.

Matthäus: Heidenheim-Rettung wäre größer als Bayern-Titel
Zwölf Punkt holte Heidenheim aus den vergangenen sieben Partien, mehr als beispielsweise der VfB Stuttgart (elf) oder der SC Freiburg (zehn) im selben Zeitraum.
"Man kann den Heidenheimern nur größtes Lob zollen, sie lassen sich durch nichts erschüttern und sind stabil. Sie haben in München und in Köln stark gespielt und müssen am Samstag mit einem Sieg gegen Mainz die Voraussetzung dafür schaffen, das Unmögliche doch noch möglich machen", meinte TV-Experte Matthäus.
Die Schmidt-Elf hatte in den vergangenen Wochen unter anderem gegen Bayer Leverkusen (3:3), den FC Bayern (3:3) und den 1. FC Köln (3:1) gepunktet und steht nunmehr nur noch aufgrund der um drei Treffer schlechteren Tordifferenz gegenüber dem VfL Wolfsburg nicht auf dem Relegationsplatz.
Für Matthäus steht derweil fest: "Ohne die Erfolge anderer Klubs zu schmälern: Sollte Schmidt mit Heidenheim die Klasse halten, wäre das noch einmal ein Pfund mehr als das, was Vincent Kompany mit Bayern, Manuel Baum mit Augsburg, Ole Werner mit Leipzig und all die anderen Trainer geschafft haben."






























