Mit der vergangenen Biathlon-Saison endete die Amtszeit von Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer. Der Coach bleibt dem DSV jedoch in neuer Rolle erhalten - und soll nun gegen ein großes Problem vorgehen.
Wie der 45-Jährige im Interview mit "chiemgau24.de" schilderte, wird er künftig als Head of Development für den Deutschen Skiverband tätig sein.
"Ich werde Profile von den Biathleten im Nachwuchs bis zum IBU-Cup erstellen um mit ihnen den Anschluss zum Weltcup zu finden. Gerade in dieser letzten Phase gehen uns viele Talente verloren. Dem will ich mit meiner neuen Tätigkeit entgegensteuern", betonte Mehringer.
"Es wird eine Mischung aus Home-Office und vor Ort sein, das heißt, ich bin flexibler. Vor Ort heißt, ich werde speziell ein Auge auf den Nachwuchs richten", so der ehemalige Biathlon-Bundestrainer.
Wenige Stunden nach dem letzten Saison-Rennen in Oslo hatte der deutsche Verband Ende März die Trennung von Mehringer und seinem Co-Trainer Sverre Olsbu Röiseland verkündet.
Neue Biathlon-Trainer schon gefunden
Vorausgegangen war ein historisch schlechter Winter ohne Weltcupsieg. Nur dank der inzwischen zurückgetretenen Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß landete man überhaupt einmal auf dem Treppchen.
Die Bilanz bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina fiel ebenfalls ernüchternd aus. Edelmetall gab es nur beim dritten Platz in der Mixed-Staffel.
Mehringer enthüllte nun, dass sein Aus aus Bundestrainer einvernehmlich zustande kam. "Der Entschluss ist in mir mit der Zeit gereift. Ich wollte mich einfach weiterentwickeln und mehr Zeit für die Familie haben. Und der Neubeginn in der Mannschaft tut auch gut", beschrieb er seine Gedanken.
Vor rund drei Wochen hatte der DSV sein neues Trainerteam bekanntgegeben: Cheftrainerin ist nun die Österreicherin Sandra Flunger, ihr zur Seite steht Denny Andritzke als neuer Co-Trainer - aus Sicht von Mehringer eine gute Wahl.
Gerade Flunger verfüge über reichlich Erfahrung und werde "einen sehr guten und neuen Input an die Athletinnen bringen."
Es gebe bereits einen engen Austausch, um dem neuen Trainerteam den Einstieg zu erleichtern. Vor der Zukunft im Frauenbereich sei ihm deshalb "nicht bange."
