Vor einem Jahr beschloss die französische Biathlon-Hoffnung Canelle Midez, sich dem Skiverband Savoyen anzuschließen. Jetzt hat die 16-Jährige über ihren ersten Winter in der neuen Heimat und ein besonderes Erlebnis mit Olympiasiegerin Océane Michelon gesprochen.
Ausschlaggebend für ihre Umzugs-Entscheidung waren laut Canelle Midez die deutlich besseren Studienbedingungen in Savoyen.
"Schule war mir schon immer wichtig, deshalb habe ich mich umgehört, wo ich hingehen könnte", kommentierte die Skijägerin ihren Entschluss gegenüber dem "Nordic Magazine" bereits vor längerer Zeit.
Jetzt zog sie ein erstes Zwischenfazit. "Es ist sogar noch besser, als ich es mir vorgestellt habe. Ich hatte erwartet, dass meine schulischen Leistungen hinter dem Sport zurückstehen würden, aber das war letztendlich nicht der Fall. Die Trainer helfen uns sehr beim Zeitmanagement. Die Skilehrer unterstützen uns dabei, beides unter einen Hut zu bringen, und wir schaffen es, Skifahren und Schule gut zu vereinbaren", schwärmte Midez.
Auch sportlich war die Biathlon-Saison 2025/2026 für die junge Französin ein Erfolg: Sie gewann zwei Sprintrennen in Les Saisies und Autrans und belegte den zehnten Platz in der Gesamtwertung des französischen U17-Pokals.
"Der erste Sieg fühlte sich seltsam an, weil ich ihn überhaupt nicht erwartet hatte. Mir wurden im Oktober die Mandeln entfernt, und mein Trainer meinte, es sei normal, wenn ich Schwierigkeiten beim Start hätte. Letztendlich konnte ich alles, woran ich gearbeitet hatte, in die Praxis umsetzen", erinnerte sie sich voller Freude.
Tipps von Biathlon-Olympiasiegerin Michelon
Ihre Saison beendete Midez bei den französischen Meisterschaften in Prémanon mit dem Staffelsieg, zwei Tage nachdem sie im Massenstart den siebten Platz belegt hatte.
Ein Rennen wie kein anderes, waren mit Joanne Weiss und vor allem Océane Michelon, der frischgebackenen Olympiasiegerin in Staffel und Massenstart, doch zwei Top-Stars dabei.
"Ich kann es immer noch nicht fassen, gestand Midez: "Es stimmt, ich war nervös und habe mir selbst etwas Druck gemacht. Ich hatte mit Océane darüber gesprochen, und es war wirklich hilfreich, mit ihr zu besprechen, wie ich das Rennen angehen und mit dem Stress umgehen sollte. Als ich dann am Start war, war ich ziemlich entspannt und habe einfach mein Bestes gegeben."

