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Musiala verzaubert den FC Bayern

Das brisante Problem mit und für Sané

Video: Eintracht-Boss Fischer: "Who the fuck is Mané?"
04. August 2022, 07:17

Leroy Sané kämpft mal wieder um seine Rolle beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern und im DFB-Team. Ein Supertalent aus München ist für den 26-Jährigen dabei die größte Gefahr. In der Münchner Offensiv-Hierarchie dürfte der Linksaußen mittlerweile auf den sechsten Platz zurückgefallen sein.

Der letzte Eindruck zählt. Vielleicht weiß das auch Leroy Sané. Zumindest tat er alles, um mit dem besten letzten Eindruck für sich zu werben.

Was übrigens dringend Not tut. Im Supercup bei RB Leipzig (5:3) machte er sich in der Nachspielzeit auf die Reise zum gegnerischen Tor - und traf. Er fummelte dabei einen Abwehrspieler und den Torwart der Leipziger aus.

Zwei elegante Bewegungen gegen den Frust beim FC Bayern. Denn dort spielt der 26-Jährige auch zu Beginn der neuen Spielzeit vorerst nur eine Nebenrolle.

Klar, der Supercup ist der Supercup. Ein Titel, den man sehr gerne mitnimmt, aber nicht unbedingt das Spiel der Saison, das über Wohl und Wehe entscheidet. Weder des Klubs noch der einzelnen Fußballer. Aber dennoch war der vergangene Samstag ein Abend, der Sané zu denken geben wird.

Denn er führte dem Nationalspieler einmal mehr vor Augen, wie schwer es für ihn sein wird, eine tragende Rolle beim Rekordmeister einzunehmen. Das hat gleich mehrere Gründe. Seine Form und Einstellung sind zwei davon. Die kann er beeinflussen. Die Form seiner Konkurrenten dagegen nicht. Und die ist beeindruckend. Vor allem jene von Jamal Musiala.

Bereits in der abgelaufenen Spielzeit hat der 19-Jährige vehement ins Team gedrängt. Coach Julian Nagelsmann setzte ihn regelmäßig ein, den Status als unverzichtbar hatte er indes längst noch nicht. Das dürfte sich sehr bald ändern. Nämlich dann, wenn Musiala weiter so aufspielt, wie gegen Leipzig.

Die ersten 45 Minuten waren eine Gala des FC Bayern, weil es eine Gala von Musiala war. An allen drei Toren (3:0 zur Pause) war er beteiligt. Das 1:0 machte er mit leichtfüßigen Bewegungen und einem präzisen Abschluss selbst, die beiden anderen Treffer initiierte er maßgeblich. I

n dieser Form, das räumte dann auch Nagelsmann ein, sei der 19-Jährige "nicht mehr wegzudenken, das war Weltklasse". Eine "Augenweide", so Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Selbst Superstar Sadio Mané geriet ins Schwärmen: "Was für ein Spieler!"

"Kann ein Problem in einem WM-Jahr sein"

Da könnte tatsächlich Großes heranwachsen in München. Schneller als gedacht. Denn der Abgang von Robert Lewandowski war ja doch als Problem ausgemacht worden. Womöglich intern weniger als extern. Aber der Plan des Trainers mit einer umtriebigen Offensiv-Reihe ging zumindest am Samstag beeindruckend auf.

Weil auch Mané das zeigte, was man sich von ihm verspricht: Dynamik, Durchsetzungs- und Abschlussstärke. Dritter Mann in diesem Erfolgsbunde: Serge Gnabry. Auch dessen Form war ja zuletzt eher wankelmütig. Gegen RB spielte er wieder mal mit der Überzeugung, ein Schlüsselspieler des Teams zu sein. Auch Thomas Müller ist weiterhin unumstritten.

"Es kann ein Problem besonders in einem WM-Jahr sein, wenn es zu viele Topspieler im Kader gibt, die alle Einsatzminuten wollen und brauchen und für sich den Anspruch haben, zu spielen", sagte Oliver Bierhoff, der DFB-Geschäftsführer, schon vor einigen Wochen der "Sport Bild". Der FC Bayern sei gerade im Sturm "top besetzt, da bin ich gespannt, was passiert".

Wie groß Nagelsmanns Luxusprobleme sind, verdeutlichte dann auch noch Kingsley Coman. Eingewechselt war er sofort gefährlich. Ihn außen vor zu lassen, das muss man sich auch erstmal leisten können - und dürfen. Und was ist nun mit Sané?

Tatsächlich ist er derzeit wohl nur die Nummer sechs in der offensiven Hierarchie. Und je nach Aufstellung werden wohl nur vier Spieler von Beginn an auf dem Platz stehen. Dem Nationalspieler droht die zweite schwierige Saison in Serie, auch wenn sie in München weiter mantraartig wiederholen, was für ein toller Fußballer der gebürtige Essener ist.

Aber sie hatten zuletzt auch den Druck erhöht. Verbal und über die Anstrengungen auf dem Transfermarkt. Denn auch ohne Lewandowski ist der Konkurrenzkampf immens.

Ein bisschen FC Hollywood beim FC Bayern? Sehr gerne!

Und gewollt. Wie Oliver Kahn zum Ende der Spielzeit 2021/22 gesagt hatte. Aber auch schon vorher hatte der Bayern-Boss betont, dass das Team nach einer durchwachsenen Saison mit "nur" der Meisterschaft dringend "neue Reizpunkte" benötige, um den Profis eine "gewisse Bequemlichkeit nach einer so langen Erfolgsserie" auszutreiben.

Aussagen, die durchaus als Warnung an Spieler wie eben Sané zu verstehen waren. Man habe "bewusst den Konkurrenzkampf im Team belebt", bekannte auch Salihamidzic. Die Karten würden eben "neu gemischt. Wir lassen das bewusst laufen." Ein bisschen FC Hollywood? Sehr gerne!

Die Entwicklung an der Säbener Straße ist auch eminent wichtig für Bundestrainer Hansi Flick. Denn für die WM in Katar braucht er formstarke Spieler. In der Wüste zählt Leistung nicht Legende. Sané muss, Stand jetzt, zittern. Vielleicht nicht unbedingt um das Ticket, aber ganz sicher um seine Rolle im Team.

Von dem Unterschiedsspieler, der er selbst gerne sein will, ist er mittlerweile wieder meilenweit entfernt. Und so richtig weiß niemand, warum. In München haben sie, nach eigener Überzeugung, alles versucht, um den Linksaußen wieder in eine Top-Form zu bringen. Ohne Erfolg.

Und so sehr Sanés Verfassung nach unten rauscht, so steil geht die Karriere von Musiala voran. Kahn sagt: "Jamal hat gezeigt, dass er im Moment einer der besten deutschen Spieler ist, die wir haben." Daran kann auch der letzte Eindruck vom Supercup in Leipzig nichts ändern.

Tobias Nordmann mit SID

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