Nach der spektakulären 4:5-Niederlage in Paris beendete am Mittwochabend ein 1:1 in München die Träume des FC Bayern vom Gewinn der Champions League. FCB-Ikone Oliver Kahn hat seinen Ex-Verein nun deutlich angezählt und vor allem die jüngste Flut an Gegentoren in den Fokus gestellt.
Beim 1:1 gegen Paris Saint-Germain unterlief dem FC Bayern am Mittwoch in München eigentlich nur sehr früh eine gröbere defensive Unachtsamkeit, nimmt man die vergangenen Wochen hinzu, kommt man allerdings auf durchaus satte zwölf Gegentore aus den letzten vier Spielen.
Zwar holten die Bayern beim 4:3-Sieg gegen Mainz einen Drei-Tore-Rückstand auf, kamen in Paris nach 2:5 noch einmal eindrucksvoll zurück und bewiesen beim 3:3 gegen den 1. FC Heidenheim gleich mehrfach Comeback-Qualitäten, Oliver Kahn ist sich dennoch sicher, dass die vielen Treffer der Konkurrenz Spuren hinterlassen haben.
"Spieler machen sich Gedanken, auch wenn du ein Spiel 4:3 gewinnst, nachdem du 0:3 zurückgelegen hast. Was funktioniert im Moment nicht? Und wenn du dann mit dem Gefühl ins Rückspiel gehst, dass man aktuell etwas anfällig ist, dann passiert genau das, was gestern gegen Paris passiert ist. Da dauert es keine zwei bis drei Minuten – und schon fällt ein Gegentor", führte der ehemalige Keeper des FC Bayern im "Sky Sport News"-Format "Triple – der Hagedorn-Fussballtalk" aus.
"Das funktioniert auf diesem Niveau nicht"
Das offensivfreudige System von Coach Vincent Kompany offenbare, dass es sehr anfällig sei, wenn es "nicht hundertprozentig funktioniert. [...] Und du kannst nicht immer vier Tore schießen, wenn du zwei oder drei kassierst. Das funktioniert auf diesem Niveau nicht", so Kahn weiter.
Dass die Münchner zuletzt dennoch trotz vieler Gegentore immer wieder überzeugten, ist für Kahn ebenfalls ein Grund für das Ausscheiden gegen PSG: "Wahrscheinlich hat man sich ein Stück weit etwas vorgemacht. Wenn du viele Gegentore bekommst und trotzdem gewinnst, werden Probleme und Fehler überdeckt. Vielleicht hat sich die Mannschaft dadurch zu sehr in Sicherheit gewogen und gedacht: 'Es wird schon wieder funktionieren, wir schießen sowieso mindestens ein oder zwei Tore.'"
Kahn regt daher an, dass man sich an der Säbener Straße fragen müsse, ob es einen "Plan B oder sogar C" gibt, wenn die Marschroute "ständige Voll-Attacke" nicht aufgehe.





























