Es war das große Thema rund um die Kader-Nominierung von Bundestrainer Julian Nagelsmann: Manuel Neuer fährt nach wochenlangen Spekulationen als Nummer eins mit zur WM. Auch einen Tag nach der Entscheidung kommt keine Ruhe in die Thematik.
Im Gegenteil, denn nun bringt "Bild"-Fußballchef Christian Falk im Podcast "Bayern-Insider" erneut Schwung in die Diskussion - und wirft dabei ein ganz schlechtes Licht auf Julian Nagelsmann.
Dieser soll laut Falk bei seinem Gespräch im März mit Oliver Baumann zwar eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer erwähnt haben, allerdings nur unter einer bestimmten Voraussetzung.
"Da hat Nagelsmann nicht alles erzählt. Ich habe gehört, er hat es Baumann mit einem Zusatz gesagt, und zwar für den Fall, sollte er verletzt sein", erklärte Falk.
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Da Oliver Baumann offensichtlich nicht verletzt ist und dennoch degradiert wurde, scheint es so, als habe Julian Nagelsmann seine Prinzipien für Manuel Neuer über den Haufen geworfen.
Der Bundestrainer selbst hatte erklärt, man habe "Oli schon im März drüber informiert, dass es ein Treffen mit Manu gab. Natürlich ist es jetzt ein Schlag für Olli gewesen. Am Ende ziehe ich vor Olli den Hut, dass er eine gute Saison gespielt hat und sich in den Telefonaten der Mannschaft extrem commited hat.“
Manuel Neuer hat "diese Aura"
Die Gründe für eine Nominierung erklärte Nagelsmann derweil sehr ausführlich bei seiner Kader-Bekanntgabe.
"Was den Manu einfach umgibt - und das habe ich nicht und auch der Oli etwas weniger - er hat extrem viele Titel, er hat eine Aura, er hat einen Namen. Da hab ich mich bemüht, dass sich Oli nicht degradiert fühlt und das Vertrauen spürt. Aber den Manu umgibt einfach etwas, das einer Mannschaft hilft", erklärte der Bundestrainer.
Während Nagelsmann später sagte, er sei mit seiner Art der Kommunikation "fein", bekam er kräftig Gegenwind von der TSG Hoffenheim.
"Am Ende ist es selbstverständlich die Entscheidung des Bundestrainers, wen er nominiert beziehungsweise aufstellt", erklärte Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker, ließ dann aber deutlich durchblicken, dass die Art und Weise ihm und auch seinem Verein überhaupt nicht gefallen hat.
"Was die Kommunikation und den Stil betrifft, kann sich jeder selbst ein Urteil bilden", erklärte er vielsagend.















