Um in der komplizierten Situation rund um den verletzten Alphonso Davies eine erneute Eskalation zu vermeiden, setzt der FC Bayern offenbar auf gezielte Maßnahmen.
Die Entscheidung über Davies' Teilnahme an seiner Heim-WM mit der kanadischen Nationalmannschaft soll laut "Sport1" in erster Linie die medizinische Abteilung des deutschen Rekordmeisters treffen, nicht der Profi selbst oder Kanadas Verband.
Das Problem: Davies' Ausfallzeit wegen seiner Muskelverletzung im hinteren linken Oberschenkel soll vom FC Bayern auf rund sechs Wochen taxiert worden sein. Eine WM-Teilnahme des 25-Jährigen wäre damit ausgeschlossen.
Die Kanadier hingegen sollen eine deutlich kürzere Pause für Davies veranschlagt haben. Dort geht man dem Vernehmen nach davon aus, dass er die Endrunde spielen kann.
Man wolle gemeinsam mit Davies und den kanadischen Verantwortlichen "den besten Weg finden", betonte Sportvorstand Max Eberl am Freitag auf der Spieltags-PK des FC Bayern vor dem Bundesliga-Saisonfinale gegen den 1. FC Köln.

Mit Blick auf Davies' WM-Teilnahme werde man "gemeinschaftlich alles tun, dass er vielleicht die Möglichkeit hat", sagte Eberl. "Aber dazu muss er gesund werden."
Davies-Zoff zwischen Kanadas Verband und dem FC Bayern
In der Causa Davies gibt es eine Vorgeschichte. Als sich der Außenverteidiger im März 2025 einen Kreuzbandriss zuzog, entbrannte ein heftiger Streit zwischen dem kanadischen Verband und dem FC Bayern.
Die Münchnern warfen den Kanadiern vor, den angeschlagenen Davies im unbedeutenden Spiel um Platz drei der CONCACAF-Nations-League gegen die USA eingesetzt zu haben.
Zudem hatte der Verband nach der Partie zunächst Entwarnung gegeben. Die Schwere der Verletzung von Davies war erst in München diagnostiziert worden.
Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatte deshalb sogar mit juristischen Schritten gedroht.
Co-Gastgeber Kanada startet am 12. Juni gegen Bosnien-Herzegowina ins WM-Turnier. Weitere Gruppengegner sind Katar (19. Juni) und die Schweiz (24. Juni).






























