Da war mehr drin: In ihrem ersten Jahr in der sogenannten "Exzellenzgruppe 2030" des französischen Skiverbands konnte die junge Biathletin Coralie Perrin bei Weitem nicht alle gesteckten Ziele erreichen. Trotzdem sah sie rückblickend viel Positives.
Zu Beginn des vergangenen Winters hatte Coralie Perrin große Hoffnungen, den nächsten Schritt in ihrer Biathlon-Karriere machen zu können, nachdem sie sich in der Vorbereitung an Top-Athletinnen wie Louise Roguet, Namou Candau-Armand, Lou-Anne Dupont Ballet-Baz und Lola Bugeaud orientiert hatte.
"Ich wollte an den beiden Junioren-Cups im Dezember und anschließend an der Junioren-WM teilnehmen", verriet die 19-Jährige im Interview mit dem "Nordic Magazine" ihre Ambitionen.
Nachdem sie in Bessans noch zu schwach gewesen war, konnte sich Perrin in Les Saisies in letzter Sekunde einen Platz im Junioren-Cup im italienischen Martell-Val Martello sichern.
"Dort hatte ich ein gutes Gefühl auf den Skiern, aber ich hätte beim Schießen gerne etwas besser abgeschnitten, um weiter vorne zu sein", resümierte die Skijägerin, die im Einzel den 13. und im Sprint den 11. Platz belegte.
Biathlon-Hoffnung zieht mäßiges Fazit
Das neue Jahr begann für Perrin dann denkbar schlecht, als sie die Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterschaften in mehreren Anläufen verpasste.
"Das Niveau der Mädchen war hoch und ausgeglichen, und die Platzierungen waren hart umkämpft. Die ersten Rennen waren kompliziert und endeten mit einigen enttäuschenden Ergebnissen", bilanzierte die Französin selbstkritisch.
Perrin weiter: "Ich konnte mich nicht weit genug vorne positionieren, um meine Qualifikation zu sichern, trotz meines großartigen letzten Rennens. Das reichte nicht für Arber, aber ich habe nicht viel verpasst."
Mit einem 23. Platz im Massenstart bei den französischen Meisterschaften in Prémanon im März endete ihre erste Saison auf Bundesebene dann ebenso durchwachsen. "Gemessen an meinem Trainingsfleiß entsprachen meine Ergebnisse nicht meinen Erwartungen", gestand Perrin.
