Der Biathlon-Winter 2025/2026 war für Louise Roguet ein Wechselbad der Gefühle. Nun hat die Französin auf die vergangenen Monate zurückgeblickt und ein persönliches Fazit gezogen.
Mit gerade einmal 19 Jahren auf dem Buckel sammelte Louise Roguet im letzten Winter massig internationale Erfahrung. Nach erfolgreicher Qualifikation in Bessans wurde sie gleich zu Jahresbeginn für den IBU Cup im österreichischen Obertilliach nominiert. Die französische U21-Sommermeisterin im Biathlon 2025 kehrte damit fast ein Jahr nach ihrem Debüt in die B-Serie zurück.
"Ich war sehr froh über die Nominierung, denn es gab nicht viele Startplätze", betonte Roguet im Gespräch mit dem "Nordic Magazine" und ergänzte: "Dort war das Niveau sehr hoch, aber es ist immer sehr motivierend, mit den starken französischen Athletinnen zusammen zu sein. Das spornt einen zu Höchstleistungen an."
Sie habe zwar "noch etwas unter Druck, aber nicht mehr so sehr wie in der Saison zuvor", fuhr die Skijägerin fort. "Meine beiden Sprints waren nicht überragend, aber ich hatte eine großartige Verfolgung."
In der Folge stieg Roguet in den Junior Cup auf, wo sie in Goms (Schweiz) und Martell-Val Martello (Italien) fünf Einzelrennen bestritt, die alle auf dem Treppchen endeten, darunter auch ein Sprintsieg.
"Mentale Blockade beim Schießen"
Zugleich blieb Roguet am Schießstand meist unter ihren Möglichkeiten, hinzu kamen hartnäckige Wadenprobleme zu Beginn des Winters.
"Ich hatte das Gefühl, Fortschritte zu machen. Im Training komme ich gut voran, aber es fällt mir schwer, das in den Wettkämpfen umzusetzen. Es fehlt noch viel, und das hat mich die ganze Saison über zurückgehalten. Ich habe eine mentale Blockade beim Schießen, ich kann nicht spontan sein, wenn ich meine Kugeln loslasse, besonders wenn ich liege", resümierte sie selbstkritisch.
Zwar wurde Roguet kurzfristig für die Junioren-Weltmeisterschaften am Arber nominiert, überzeugen konnte sie dort aber nicht. "Ich glaube, ich habe in der Qualifikation viel Potenzial verschenkt und bin mental schon völlig erschöpft zur WM gekommen. Meine Schüsse liefen einfach nicht und ich habe zu viele Fehler gemacht, um vorne mitzuhalten", lautete ihr durchwachsenes Fazit.

