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Es hat mit ihrem Verlobten zu tun

Skisprung-Star begründet Rücktritts-Hammer

Beendete ihre Skisprung-Karriere: Lisa Eder
Beendete ihre Skisprung-Karriere: Lisa Eder
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Christian Moser
18. April 2026, 17:29
sport.de
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Skispringerin Lisa Eder hat ihren überraschenden Rücktritt mit Differenzen zwischen ihr und dem Österreichischen Ski-Verband begründet.

Hintergrund: Die 24-Jährige warb dafür, ihren Verlobten Manuel Fettner nach seinem Karriereende ins Trainerteam zu integrieren. Der ÖSV lehnte ab.

"Wir sind auf keinen grünen Zweig gekommen", sagte Eder dem "ORF". "Der ÖSV hat seine Gründe, und das ist auch verständlich. Für mich funktioniert es anders nicht."

Eder führte aus: "Schon länger haben es mir die Umstände schwergemacht. Skispringen an sich würde mir Spaß machen, aber das Drumherum macht mich nicht so happy."

Florian Liegl, Sportlicher Leiter für Nordische Kombination und Skispringen beim ÖSV, erklärte: "Lisa äußerte den Wunsch, dass ihr Verlobter ins Team integriert wird. Dem konnten wir aus inhaltlichen, compliance-technischen und budgetären Gründen nicht Folge leisten. Das konnten wir nicht umsetzen, weil wir ein sehr gut funktionierendes Trainerteam rund um Cheftrainer Thomas Diethart haben. Warum Lisa ihre Karriere beendet, ist ihre persönliche Entscheidung."

Fettner hatte seinen Rücktritt am Saisonende verkündet, also nur wenige Wochen vor seiner Partnerin. "Ich war mir nach der Saison schon sicher, wohin die Richtung geht, hatte noch eine Idee, mit der ich es mir hätte vorstellen können. Das funktioniert nun nicht, daher der Schlussstrich", sagte Eder. Sie stellte aber klar: "Der ÖSV und ich haben uns ausgesprochen."

Für sie beginne nun "ein neuer Lebensabschnitt, auf den ich mich freue", sagte Eder, die einen Nationenwechsel im Skispringen ausschließt.

Skispringen: Eder-Rücktritt "sehr schade" für den ÖSV

Liegl bezeichnete Eders Aus als "sehr schade" für den ÖSV. "Gerade in unserem gebeutelten Team nach den beiden Abgängen und der Verletzung von Eva Pinkelnig hat sie im vergangenen Winter die Fahnen für unseren Sport sehr hochgehalten."

Mit Blick auf den Skisprung-Nachwuchs verfüge der Verband über "ein gutes System, von der Nachwuchsrekrutierung und den Landesverbänden sowie Leistungszentren bis hinauf zu den ÖSV-Kadern", so Liegl.

Aber: "Es ist natürlich eine Frage der Zeit. Wir können keine neue Nachwuchsspringerin aus dem Hut zaubern. Das bedarf einer jahrelangen Aufbauarbeit."

Österreich habe "im Nachwuchs aber sehr viele Damen am Start. Wir müssen arbeiten wie bisher, dann werden wir in Zukunft wieder ein starkes Team haben", so der Funktionär.

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