Nach einer langen Biathlon-Saison verabschiedet sich die Französin Camille Bened in den Urlaub. Der vergangene Winter habe stärker als sonst an Kraft und Nerven gezehrt, betont sie.
Camille Bened blickt auf eine anstrengende, aber durchaus sehr erfolgreiche Biathlon-Saison zurück. Das Wichtigste sei nun: Erholung.
"Zuerst brauchen wir eine gute Ruhepause", hob sie am Mikrofon von "Radio Plus" hervor, "denn wir sind viel erschöpfter als in anderen Saisons." Hintergrund: Mit den Olympischen Winterspielen im Februar in Italien sei eine zusätzliche Belastung für Körper und Geist in dieser Saison zum Weltcup-Stress hinzugekommen.
Bened sagte: "Ein Olympiazyklus ist extrem anstrengend, und man unterschätzt oft die mentale Belastung."
Die 25-Jährige hatte sich in 2025/26 in der obersten Biathlon-Liga etablieren können, nachdem sie in der Vorsaison noch das Gesamtranking im IBU-Cup gewonnen hatte. Direkt zum Auftakt der abgelaufenen Saison in Östersund beeindruckte sie mit zwei Podestplatzierungen, mehrere Resultate in den Top 10 folgten.
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Biathletin Bened übertrifft Saisonziele
"Für meine erste Weltcup-Saison wurden meine Erwartungen weit übertroffen", so Bened zufrieden: "Zu Saisonbeginn war mein Ziel, für den Weltcup nominiert zu werden und möglicherweise als Ersatz an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Doch es wurde ein sehr starker Start mit Podiumsplätzen und Startplätzen in einigen Rennen."
Dabei würden "viele vergessen", dass sie "drei Monate weniger Vorbereitungszeit hatte als die anderen", sagte Bened, da sie sich zu Beginn der Vorbereitung einer Schulteroperation unterziehen musste und erst später mit dem Training beginnen konnte. "Ich habe mit meinen Möglichkeiten das Beste daraus gemacht. Das Einzige, was mir etwas fehlte, war die Skigeschwindigkeit."
In Antholz zählte Bened letztlich zur französischen Staffel, die Olympia-Gold gewinnen konnte. Im Olympia-Einzel landete sie zudem auf dem sechsten Rang.
Im Gesamtweltcup sprang ein zehnter Platz heraus.


