Der Trend setzt sich fort: Mit nur 20 Jahren hat Marina Benderer ihre Biathlon-Karriere beendet. Das gab die junge Schweizerin am Montag via Instagram bekannt.
"Ich betreibe diesen Sport, seit ich denken kann", begann Marina Benderer ihr Statement. "Er ist auf meinen Kinderfotos und an meinen Wochenenden präsent. Er hat meine Gewohnheiten, meine Freundschaften und meine Identität über Jahre hinweg geprägt. Es war nicht nur etwas, das ich tat; es war, wer ich war. Er lehrte mich Disziplin, Stärke, wie man verliert, wie man gewinnt und wie man wieder aufsteht. Er schenkte mir Teamkollegen, die zu einer Familie wurden, er gab mir eine Version von mir selbst, auf die ich jeden Tag stolz bin."
Benderer hatte in den vergangenen beiden Wintern an den Junioren-Weltmeisterschaften teilgenommen und startete regelmäßig in den Junioren-Cups, schaffte es aber nie in die Top 15 der Einzelwertung.
"Vielleicht bedeutet es nicht, für immer an etwas festzuhalten, nur weil man es lange liebt. Vielleicht bedeutet es, den Mut zu haben, zuzugeben, dass es nicht mehr das Einzige ist, was mein Herz höherschlagen lässt", schrieb die 20-Jährige bei Instagram. "Dieser Sport wird immer ein Teil von mir bleiben. Deshalb ein großes Dankeschön an meine Familie, meine Freunde, meine Trainer und alle, die mich unterstützt haben!"
Wie es für sie persönlich nun weitergeht, ließ Benderer offen. Dem Schweizer Biathlon entgeht jedoch ein vielversprechendes Talent, das zumindest im Jugendbereich einige Fantasie geweckt hatte.
Benderer baut um Spenden für Biathlon-Karriere
Vor wenigen Jahren hatte Benderer noch öffentlich um Spenden für die Fortsetzung ihrer Biathlon-Laufbahn gebeten. Mit 16 erklärte sie, dass ihr "großes Ziel der Sprung ins Kandidatenteam" sei, dieser jedoch mit finanziellen Herausforderungen verbunden sei.
Umgerechnet knapp 14.000 Euro würden durch Gewehre, Skier, Schuhe, Munition und Reisen zusammenkommen, die für sie alleine nicht zu stemmen seien. Inwieweit der Aufruf ein Erfolg war, ist nicht bekannt.


