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"Ich hatte starke Schmerzen"

Biathlon-Hoffnung spricht über schwere Erkrankung

Die Krankheit PAES erschwert Erfolge im Biathlon (Symbolbild)
Die Krankheit PAES erschwert Erfolge im Biathlon (Symbolbild)
Foto: © IMAGO/GEPA pictures/ Matic Klansek
20. April 2026, 09:22
sport.de
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Juliane Jacob galt lange Zeit als Hoffnungsträgerin im französischen Biathlon-Nachwuchs, eine chronische Erkrankung wirft die 19-Jährige jedoch regelmäßig zurück. Nun hat die Skijägerin Einblicke in den schwierigen Alltag mit dem sogenannten Poplitealarterien-Entrapment-Syndrom (PAES) gesprochen.

Eigentlich hatte die junge Biathletin Juliane Jacob in den vergangenen Jahren so richtig angreifen und erste Schritte im Profibereich machen wollen. Experten hatten die 19-Jährige, die aus den Vogesen stammt, einst als Zukunftshoffnung für das französische Team angepriesen.

Doch die Gesundheit machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Jacob leidet am Poplitealarterien-Entrapment-Syndrom, kurz PAES, eine seltene Durchblutungsstörung, bei der die Kniekehlenarterie durch Muskeln oder Sehnen eingeengt wird.

Über die Folgen sprach die leidgeprüfte Wintersportlerin mit dem "Nordic Magazine" jetzt ausführlich. "Meine Waden sind überlastet und können sich zwischen den Wettkämpfen nicht erholen. Es ist, als wären sie überbeansprucht und würden gar nicht mehr funktionieren", erklärte Jacob.

Operation für die Biathlon-Zukunft

Vor rund einem Jahr reifte bei ihr deshalb der Entschluss, sich operieren zu lassen, um die Zeit der ständigen Injektionen enden zu lassen.

"Sie haben bei mir nie gewirkt, also habe ich versucht, mich operieren zu lassen. Es war eine zweistufige OP: ein Bein im April und das andere im Juni", blickte Jacob zurück. Es folgte harte Arbeit. "Es hat etwas gedauert, und es gab viel Reha und Physiotherapie, und erst im Juli habe ich wieder ernsthafter mit dem Training begonnen", verriet die Biathletin.

Ihren ursprünglichen Plan, zum Winterstart wieder fit zu sein, musste sie schnell begraben. "Je weiter wir in die Herbstvorbereitungen kamen, desto schlimmer wurde es", gestand Jacob, deren gesamte Saison nach eigener Aussage eine "Enttäuschung" wurde. Denn: "Ich hatte starke Schmerzen und war frustriert. Es war mental schwer zu verkraften, weil ich in eine negative Spirale geriet."

So blieb der Massenstart am 25. Januar in Les Contamines-Montjoie ihr einziger Lichtblick, als sie Sechste wurde. Noch will Jacob aber nicht aufgeben und richtet den Blick nach vorne: "Ich habe noch ein Jahr als Juniorin vor mir und bin trotz allem weiterhin motiviert zu trainieren."

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