Beim spektakulären 4:3-Viertelfinalsieg des FC Bayern in der Champions League gegen Real Madrid kochten die Emotionen in den Schlussminuten über. Nun hat das Ganze ein juristisches Nachspiel.
Die UEFA hat ein Disziplinarverfahren gegen den deutschen Rekordmeister eingeleitet. In der Begründung nannte der Verband gleich mehrere Vorfälle rund um die Vorkommnisse in der Allianz-Arena am Mittwochabend.
Wichtiger Punkt waren die ausgeuferten Jubel-Szenen einiger Bayern-Fans nach dem Last-Minute-Treffer von Michael Olise zum 4:3 in der Nachspielzeit. Direkt danach drängten Fans aus der Südkurve an die Werbebanden und feierten mit den Spielern. Dabei kam es jedoch zu chaotischen Szenen: Fotografen wurden überrannt, mindestens zwei Medienvertreter sollen verletzt worden sein.
Die Fanorganisation "Club Nr. 12" reagierte im Anschluss und entschuldigte sich öffentlich für die Vorfälle. Dennoch bleibt der Zwischenfall nicht ohne Konsequenzen für den deutschen Rekordmeister. Die UEFA reagierte umgehend und listete nun gleich mehrere Verstöße auf.
FC Bayern drohen Sanktionen
Im Raum stehen vier konkrete Vorwürfe: "Störung durch Zuschauer", die "Blockierung öffentlicher Wege", das "Werfen von Gegenständen" sowie die "Übermittlung einer für eine Sportveranstaltung ungeeigneten Botschaft (Anti-UEFA-Banner)". Damit drohen dem Klub empfindliche Sanktionen.
Brisant: Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits im laufenden Wettbewerb hatte die Südkurve wegen Pyrotechnik für Negativschlagzeilen gesorgt. Die Folge war eine teilweise Sperrung durch die UEFA. Beim Heimspiel gegen Union Saint-Gilloise entschieden sich die Münchner sogar, den Bereich komplett leer zu lassen.
Nun droht der nächste Ärger und möglicherweise weitere Strafen. Der emotionale Sieg gegen die Königlichen könnte für die Münchner also noch teuer werden. Eine endgültige Entscheidung der UEFA steht noch aus.




















