Biathlon-Trainer Sverre Olsbu Røiseland hat seine Operation nach der Hodenkrebs-Diagnose gut überstanden, konnte sogar schon zum Weltcup nach Estland reisen und die deutschen Damen wie gewohnt unterstützen. Wie und wo es für den 35-Jährigen künftig im Biathlon-Zirkus weiter geht, ist derweil unklar. Mit einer Rückkehr in seine norwegische Heimat liebäugelt Røiseland nun allerdings offen.
Sverre Olsbu Røiseland könnte den Deutschen Skiverband (DSV) in Richtung Norwegen verlassen. Sein Vertrag als Co-Trainer der deutschen Biathlon-Damen läuft nach der laufenden Saison aus.
Über einen Job als Trainer in seiner Heimat denke er "natürlich" nach, bekannte Røiseland im Interview mit "TV2": "Ich denke, jeder Trainer möchte Norwegen trainieren." Er habe "Interesse bekundet".
Gleichwohl schob der Ehemann von Marte Olsbu Røiseland hinterher: "Ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, werden wir sehen. Aber ich bin absolut bereit, mit Norwegen darüber zu sprechen, falls sie das wünschen." Wichtig für seine Zukunftsplanung sei vor allem, dass Arbeit und Familie "vereinbar" seien, im Jahr 2023 wurde er Vater.
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DSV-Coach Røiseland: Ungewissheit zunächst "sehr belastend"
Hinter dem Biathlon-Coach liegen turbulente Wochen. Wenige Tage nach dem Ende der Olympischen Winterspiele hatte Sverre Olsbu Røiseland eine Hodenkrebs-Diagnose öffentlich gemacht und sich anschließend einer Operation unterzogen. Beim Weltcup in Estland stoß er dann aber direkt wieder zum deutschen Biathlon-Team.
Die Situation sei für ihn und seine Familie zunächst "sehr belastend" gewesen, "nicht zu wissen, wie ernst die Lage ist", blickte er auf die Tage nach den Winterspielen zurück.
Sverre Olsbu Røiseland arbeitet seit dem Frühjahr 2022 für den Deutschen Skiverband und betreut seither gemeinsam mit Kristian Mehringer die Frauen-Auswahl im Weltcup. Er galt auch als enger Vertrauter von Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß, die nach Olympia im italienischen Antholz ihre erfolgreiche Karriere sofort beendet hatte.

