Die Detroit Lions haben im Sunday Night Game der NFL die zweite Saisonniederlage noch abwenden können. Der Titelanwärter um den Deutsch-Amerikaner Amon-Ra St. Brown drehte die enge Partie gegen die Houston Texans trotz fünf Interceptions von Jared Goff.
Lions @ Texans: Auf einen Blick
- Beide Quarterbacks zeigten ungewohnte Schwächen und leisteten sich insgesamt sieben Interceptions. C.J. Stroud warf das Spielgerät zweimal in die Hände seiner Gegner, Jared Goff sogar achtmal.
- Die Entscheidung fiel erst mit der auslaufenden Uhr. Nachdem Texans-Kicker Ka'imi Fairbairn einen Field-Goal-Versuch aus 58 Yards verpatzte, machte es sein Gegenüber Jake Bates aus 52 Yards in letzter Sekunde besser und sorgte somit für den achten Lions-Sieg.
- Lange sahen die Lions in Texas wie der sicher Verlierer aus, zu unkonzentriert und fehleranfällig agierte das Team aus der NFC North. Doch mit einer deutlichen Leistungssteigerung und etwas Matchglück bleibt Detroit in seiner Division an der Spitze.
Lions @ Texans: Der Spielbericht
Die Partie in Houston brauchte keinerlei Anlaufzeit: Nicht einmal drei Minuten waren gespielt, da warf Jared Goff seine erste Interception. Ein Pass des Spielmachers wurde so abgefälscht, dass Jimmie Ward das Ei aufsammeln konnte. Die Offensive bedankte sich und nutzte die gute Ausgangsposition für einen Touchdown.
Eine Reaktion der sonst offensiv so groß aufspielenden Lions blieb aus. Ein Three and Out des Gäste beantworteten die Texans mit einem Field Goal von Ka'imi Fairbairn zur 10:0-Führung. Dann aber brachte sich auch Detroit auf die Anzeigetafel.
Goff schüttelte seinen schwachen Start ab und führte seine Mannschaft mit einem 70-Yard-Drive quer über das ganze Feld. Gleich mehrfach fand der Quarterback in kniffligen 3rd-Down-Situationen eine Lösung. Gekrönt wurde der Drive von einem Touchdown-Pass auf Tight End Sam LaPorta.
Es sollten die letzten Punkte der Lions bis zur Pause bleiben. Denn dann übernahmen wieder die Texans das Heft des Handelns. Aus den ersten vier Drives holten die Gastgeber starke 16 Zähler, mussten nicht einmal punten. Anschließend ging es nach drei weiteren Three and Outs mit einem Touchdown weiter.
C.J. Stroud fand mit einem perfekten Pass über die Mitte seinen Receiver John Metchie III und stellte auf 23:7. Die Führung nahm Houston mit in die Halbzeit, weil Goff völlig von der Rolle war und sich auch noch eine dritte Interception vor dem Pausentee leistete.
Auch in der zweiten Hälfte ging es weiter Schlag auf Schlag. Beim ersten Play nach der Halbzeit wurde Stroud interceptet, Goff schmiss den Ball im nächsten Drive allerdings erneut weg. Das gleiche Spiel wiederholte sich nur wenige Minuten später. Die Offensiven hatten ihren Rhythmus zu diesem Zeitpunkt völlig verloren.
So ging es mit einem Zehn-Punkte-Rückstand der Lions ins letzte Viertel, weil Detroit nach einem Touchdown eine Two-Point-Conversion probierte. Den letzten Abschnitt eröffneten die Gäste mit einem Touchdown. Goff bediente den Deutsch-Amerikaner Amon-Ra St. Brown und der stellte auf 20:23.
Mit einem weiteren Field Goal glichen die Lions aus. Das Duell der Kicker ging anschließend an die Lions, weil Fairbairn bei weniger als zwei Minuten Restspielzeit danebenschoss. Sechs Spielzüge später war es Jake Bates aus 52 Yards, der das Spielgerät aus sechs Yards weniger zum umjubelten Sieg durch die Goalposts bugsierte.
Detroit Lions (8-1) @ Houston Texans (6-4)
Ergebnis: 26:23 (0:10, 7:13, 6:0, 13:0) BOXSCORE
Der Star des Spiels: Die Defensive der Detroit Lions
In Abwesenheit von Aidan Hutchinson hält die Defensive der Detroit Lions auch gegen die starke Offense der Houston Texans stand. Quarterback Jared Goff darf sich bei der bärenstarken Abwehr bedanken, dass seine fünf Picks nicht in einer Niederlage endeten.
Die Lions-Defense stoppte C.J. Stroud gleich mehrfach in der Red Zone und hielt die Texans-Offense so bei einem Field Goal. Zudem stand der junge Spielmacher aus Houston dauernd unter Druck. Dies machte sich Carlton Davis III mit gleich zwei Interceptions zu nutze.
Die Defense Line verzeichnete vier Sacks und machte dem Laufspiel der Texaner schwer zu schaffen. Insgesamt neunmal wurden die Running Backs bereits hinter der Line of Scrimmage gestoppt. Insgesamt ließ die Abwehr nur 56 Rushing Yards zu und hatte so entscheidenden Anteil am Sieg.
Der Flop des Spiels: C.J. Stroud (Quarterback der Houston Texans)
Der Quarterback, der erst 2023 in die NFL kam, erwischte an diesem Abend sicherlich keinen Sahnetag. Sein sonst so gefürchtetes Laufspiel war nicht existent und sorgte dafür, dass die Variabilität der Offensive enorm litt. Zudem versagten dem jungen Spielmacher in den entscheidenden Momenten etwas die Nerven.
Aus den gleich fünf Interceptions von Goff schlug Stroud mit seiner Offensive kaum einmal Kapital. Zu oft wurden seine Drives trotz Besuchs der Red Zone nur mit einem Field Goal beendet. Die Chancen auf einen Sieg waren da, die Führung zur Halbzeit komfortabel.
Dennoch reichte es am Ende nicht für den siebten Saisonsieg, weil Stroud und Co. in der zweiten Halbzeit gänzlich ohne Punkte blieben.
Das Highlight des Spiels:
Geprägt war das Spiel von den Fehlern beider Quarterbacks. Großartige Offensivaktionen bekamen die Fans kaum einmal zu sehen.
Was jedoch sicherlich nicht alltäglich ist, ist ein Field Goal aus über 50 Yards, das mit der auslaufenden Uhr das Spiel entscheidet. Der gebürtige Texaner entscheidet mit einem maßgenauen Kick das Spiel.


































