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Irre Riemann-Gala lässt Leipzig verzweifeln

Von RB Leipzig unüberwindbar: Manuel Riemann
Von RB Leipzig unüberwindbar: Manuel Riemann
Foto: © IMAGO/Roger Petzsche
07. Oktober 2023, 18:37

RB Leipzig hat zwei Punkte liegen lassen. Die Sachsen kamen gegen den VfL Bochum über eine Nullnummer nicht hinaus, VfL-Keeper Manuel Riemann parierte zwei Strafstöße.

Manuel Riemann stand als Held des Tages beim VfL Bochum im Mittelpunkt, er nahm die Glückwünsche der Kollegen und die Ovationen der Fans gerne entgegen. Der Torwart der Westfalen hatte das 0:0 beim Champions-League-Starter RB Leipzig mit zwei parierten Strafstößen fast im Alleingang gesichert.

Er war der Fels in der Abwehrschlacht der Bochumer Torhüter. Er parierte unter anderem zwei Foulelfmeter von Xavi Simons (27.) und Emil Forsberg (61.), war auch ansonsten nicht zu bezwingen. Damit wehrte Riemann 11 von 23 Elfmetern ab.

"Wir haben als Mannschaft verteidigt, Manu hat die zwei gehalten. Ich habe mir gedacht, heute kann nichts passieren. Wir haben den Punkt verdient", kommentierte VfL-Kapitän Anthony Losilla: "Das kann uns nur Selbstvertrauen geben. Es war wichtig, die Kompaktheit zu haben."

Man habe "definitiv anders gespielt als zuletzt", meinte Bochums Kevin Stöger, "wir haben uns das Ergebnis auch verdient." Das sah auch Sportdirektor Marc Lettau so: "Es bedeutet ein Stück weit Erleichterung. Wir haben uns den Punkt leidenschaftlich erkämpft."

Die Leipziger mussten zum Abschluss der Englischen Woche einen herben Dämpfer hinnehmen. "Wenn du zwei Elfmeter nicht verwandelst, dann ist das ärgerlich", meinte Sportdirektor Rouven Schröder. Im Kampf um die Spitzenplätze war das Remis zu wenig.

Die Bochumer von Trainer Thomas Letsch verdienten sich nach einer der besten Defensivleistungen der Saison den Zähler. Nach zuvor 19 Gegentoren aus den ersten sechs Ligaspielen hielt Bochum erstmals die Null - vor allem dank Riemann.

RB Leipzig mit viel Mühe gegen VfL Bochum

Leipzig begann mit dem erwarteten Offensivdrang. Die Sachsen hielten den Ball lange in den eigenen Reihen und suchten geduldig nach Lücken in der gegnerischen Defensive - ein Konzept, das Manchester in der Champions League erfolgreich vorgelebt hatte. Bochum lief oft hinterher, schaffte es aber, Leipzig nicht in gefährliche Positionen kombinieren zu lassen. Offensive Gegenstöße kreierte der VfL dabei kaum.

Es spielten vor allem die Leipziger, die aus ihren spielerischen Vorteilen aber zu wenig machten. Große Chancen hatte RB lange nicht. Die Präzision im letzten Drittel fehlte.

Erst eine starke Einzelaktion von Mittelfeldspieler Simons knackte die Bochumer Defensive. Der Niederländer dribbelte sehenswert in den Strafraum und wurde von Keven Schlotterbeck zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verschoss Simons aber - Riemann parierte.

Leipzig lief der Führung weiter hinterher und suchte vergeblich nach Lösungen. Auch die Versuche aus der Distanz sorgten für keine Gefahr. Stattdessen hatte plötzlich Bochum die bis dahin beste Chance des Spiels: Takuma Asano drang nach einem Konter in den Leipziger Strafraum ein - Leipzigs Castello Lukeba klärte in höchster Not (36.).

Leipzig hatte auch nach dem Seitenwechsel große Mühen in der Spielgestaltung. Den Aktionen fehlte das Tempo, Bochum stellte die Räume sicher zu. Zudem war Riemann ein großer Rückhalt. Beim zweiten Foulelfmeter des Spiels wehrte er gegen den eingewechselten Forsberg ab

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