Mit der Verpflichtung von Harry Kane im Sommer 2023 landete der FC Bayern einen Transfer-Volltreffer, der den Ablöserekord in der Bundesliga pulverisierte. Die anfänglichen Zweifel daran, ob der Mittelstürmer die gezahlten 95 Millionen Euro auch wirklich wert ist, sind längst verflogen. Ein ehemaliger Boss des Rekordmeisters enthüllte nun, wie es zum Transfer-Hammer kam.
Wie Ex-Sportvorstand Hasan Salihamidzic im "Sport1"-Doppelpass enthüllte, war Harry Kane auch schon einige Monate vorher ein Transfer-Thema an der Säbener Straße. "Als klar war, dass Lewandowski geht – das war schon im Oktober, November 2021 -, haben wir Gespräche geführt und mussten darüber nachdenken, wer der Nächste sein könnte", offenbarte er. Dabei sei auch der Name des Spurs-Stürmers gefallen.
Nach einer Kontaktaufnahme habe der Klub aus dem Norden Londons dann aber "ziemlich schnell die Tür zugemacht und wollte überhaupt nicht darüber reden". Anschließend habe man sich nach anderen Optionen umgesehen und nach Diskussionen über Erling Haaland und Kylian Mbappe den Liverpool-Angreifer Sadio Mane nach München geholt - und dort übel floppte.
FC Bayern macht Kane zum "Transferziel Nummer eins"
So kam es, dass die Suche nach einem echten Neuner nur ein Jahr später wieder von vorne losging. "Wir haben dann im März einen neuen Trainer bekommen: Thomas Tuchel. Etwa vier Wochen später, irgendwann im April, haben wir uns zusammengesetzt und waren uns alle einig, dass Kane das Transferziel Nummer eins wird", offenbarte der 49-Jährige bei seinem Auftritt in der TV-Sendung weiter.
Anschließend sei man "noch in derselben Woche nach London gefahren und haben die Familie getroffen", so Salihamidzic weiter: "Er hat wirklich eine super Familie, Papa und Bruder sind sehr nett, wir haben gute Gespräche geführt." Den Wechsel eintüten konnte der 49-fache Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina aber nicht, da er als Sportvorstand 2023 bereits seine Koffer packen musste.

"Dann haben die Jungs (seine Nachfolger; Anm. d. Red.) das weiterverfolgt. Es war natürlich nicht einfach, Harry Kane aus London wegzuholen, aber der FC Bayern hat die Power und hat es gemacht", machte er deutlich. 95 Millionen Euro legte der deutsche Branchenprimus im Spätsommer auf den Tisch, um sich die Dienste des Kapitän der Three Lions zu sichern.
Seine dritte Saison im Bayern-Trikot hatte Kane zu einem fulminanten Ende gebracht, nach Uwe Seeler 1963 (HSV), Roland Wohlfarth 1986 (FC Bayern) und Robert Lewandowski 2012 (BVB) ist der 32-Jährige erst der vierte Spieler, dem in einem DFB-Pokalfinale drei Tore gelangen. Insgesamt beendete er die Spielzeit mit 61 Pflichtspieltreffern.





























