Uli Hoeneß hat seinem FC Bayern mal wieder einige zusätzliche Schlagzeilen beschert, indem er Sportchef Max Eberl öffentlich anzählte. In diesem Zusammenhang kommt nun raus: Auch der Klub-Patron selbst ist an der Säbener Straße nicht frei von Kritik.
Dass Max Eberl beim FC Bayern nicht zu 100 Prozent fest im Sattel sitzt, ist schon seit Monaten ein offenes Geheimnis. Von Vereinsseite aus wurde das bisher aber nie bestätigt - bis Uli Hoeneß im "Spiegel"-Gespräch plötzlich reinen Wein einschenkte und die Chancen auf eine Vertragsverlängerung des Sportchefs öffentlich auf lediglich 60:40 bezifferte. Es gebe "noch Zweifel" an diesem Schritt, gab der Ehrenpräsident zu Protokoll.
In diesem Zuge kommt nun heraus, dass nicht nur die Personalie Max Eberl aus diversen Gründen beim Rekordmeister kontrovers diskutiert wird, sondern auch einige Entscheidungen von Hoeneß selbst. Über die Kritik am Klub-Patron berichtet "Sport1".
Was Hoeneß beim FC Bayern angelastet wird
Was Hoeneß zur Last gelegt wird: Sollte sich der FC Bayern tatsächlich von Eberl trennen, wäre es bereits der zweite Rauswurf eines Funktionärs, der einst von Hoeneß persönlich ins Amt gehoben wurde. Schon mit der Berufung von Oliver Kahn zum Sportvorstand hatte sich der 74-Jährige vergriffen, was er mittlerweile auch offen zugibt.
Auch im Fall von Eberl war Hoeneß bei dessen Verpflichtung die treibende Kraft. Sollte auch er gehen müssen, müsste sich der Ehrenpräsident einen doppelten Transfer-Fehlschlag ankreiden lassen, der vor allem auf seine Kappe geht. Nicht alle an der Säbener Straße sehen das laut "Sport1"-Angaben so, "einige hinter den Kulissen" würden aber zu diesem Urteil kommen, heißt es.
Eberl mit deutlicher Hoeneß-Abfuhr
Die überraschenden Hoeneß-Aussagen dürften bei einigen in München Stirnrunzeln ausgelöst haben. Allen voran bei Eberl, der das auch rund um das Pokalfinale öffentlich erklärte und vielsagend meinte: "Ich war überrascht, dass das an dem Tag heute so passiert."
Grundsätzlich, so Eberl weiter, habe der Aufsichtsrat natürlich die Aufgabe, auch ihn zu hinterfragen. Nur: "Ob man Prozente in der Öffentlichkeit sagen muss, weiß ich nicht", deutete er an, dass er mit der Art und Weise von Hoeneß' Vorpreschen überhaupt nicht einverstanden ist.



























