Borussia Dortmund will wieder verstärkt auf junge Spieler setzen, im Idealfall aus dem eigenen Nachwuchs. Ganz auf (mitunter teure) Talente aus dem Ausland wird der BVB aber nicht verzichten.
"Es wird auch künftig nur parallel gehen", betonte Paul Schaffran, Leiter Nachwuchsleistungszentrum bei den Schwarz-Gelben, im Interview mit den "Ruhr Nachrichten". "Wir werden selbstverständlich darauf achten, dass wir unseren NLZ-Spielern nicht die Perspektive verbauen. Gleichzeitig wird es notwendig sein, auch in Zukunft die Augen im Ausland aufzuhalten und dort gutes Scouting zu betreiben. Wir werden auch weiterhin auf internationale Toptalente setzen. Das gehört zu unserem Weg dazu."
Schaffran führte aus: "Im besten Fall sind die Jungs, die aus den jüngeren U-Mannschaften über unseren Ausbildungsweg nachrücken, eines Tages so gut, dass die Notwendigkeit, extern Spieler zu verpflichten, immer kleiner wird. Das wäre auch wirtschaftlich ein riesiger Vorteil."
In diesem Sommer investierte der BVB bisher sieben Millionen Euro für die Verpflichtung des 18 Jahre alten Brasilianers Kaua Prates. Zudem kommt für vier Millionen Euro das ecuadorianische Talent Justin Lerma. Knapp 20 Millionen Euro flossen gar an Red Bull Salzburg für die Dienste des 20-jährigen Franzosen Joane Gadou.
Deutlich günstiger schlug der BVB einst bei den beiden jungen Italienern Samuele Inacio und Luca Reggiani zu. Wie auch Mathis Albert sollen sie bereits eine größer werdende Rolle im Dortmunder Profi-Kader spielen.
BVB: Book-Verpflichtung sorgt für "Ruck"
Sowohl Sport-Geschäftsführer Lars Ricken als auch der neue Sportdirektor Ole Book sind vom neuen alten Weg des BVB vollends überzeugt. "Wir arbeiten sehr eng zusammen", schilderte Schaffran.
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Durch Books Verpflichtung sei "ein Ruck durch den Verein gegangen", so der BVB-Funktionär, "hier im Trainingszentrum ist viel in Bewegung." Für "Aufbruchstimmung" sorge auch Carsten Cramer, der Sprecher der BVB-Geschäftsführung.
"Wir möchten auf junge Spieler setzen, sie weiterentwickeln", sagte Schaffran. "Das passt zum BVB, inhaltlich und strategisch. Diese gesamte Identität wird nach außen getragen und glaubhaft verkörpert. Das hilft unserem Weg ungemein."































