In einem nur wenige Stunden vor dem DFB-Pokalfinale am Samstag veröffentlichte Interview bejahte Ehrenpräsident Uli Hoeneß die Nachfrage, ob es im mächtigen Aufsichtsrat des FC Bayern noch Zweifel an einer Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Max Eberl gibt. Einem Medienbericht zufolge muss der ehemalige Gladbach-Manager vor allem wegen zwei Punkten um einen Verbleib bangen.
Am Samstag krönte sich der FC Bayern nach sechs Jahren wieder zum Pokalsieger. Die Freude aufseiten der Münchner war nach dem 3:0-Erfolg über den VfB Stuttgart dementsprechend groß. Doch am Pokalabend in Berlin ging es nicht nur um das Sportliche. Viel mehr war auch die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl ein großes Thema rund um den deutschen Branchenprimus.
Uli Hoeneß hatte die Chancen auf einen Verbleib des 52-Jährigen zuvor in einem "Spiegel"-Interview auf "60:40" geschätzt und zugleich die Frage bejaht, ob er noch Zweifel an Eberl habe, dessen Vertrag bis 2027 läuft. Hoeneß gilt zugleich als großer Förderer, aber auch als Kritiker von Eberl, der sich laut "Bild"-Informationen insbesondere zwei "Kern-Kritikpunkte" ausgesetzt sieht.
Fehlt Eberl das Vertrauen in den Aufsichtsrat?
Den Informationen des Boulevardblattes zufolge wird dem Sportvorstand weiterhin vorgeworfen, dass er bei Transfers oftmals ein bisschen zu schnell und voreilig agiert. Im vergangenen Sommer habe Eberl auf mehr Transfers gedrängt, als ihm der mächtige Aufsichtsrat des FC Bayern auch zugestehen wollte. Zudem seien die diskutierten Namen vom FCB-Gremium auch gar nicht abgesegnet worden.
Der große Wunsch der Klub-Bosse sei es, dass Eberl bei Ablösesummen und Gehältern nicht mehr so schnell einknickt und sich als harter Verhandler präsentiert. Das sei in jüngerer Vergangenheit nur selten der Fall gewesen, so die "Bild". Darüber hinaus habe der Aufsichtsrat das Gefühl, dass dem Sportvorstand das große Vertrauen in das oberste Bayern-Gremium fehle.

Bei der Umsetzung von Transfers, Verlängerung und anderen Deals kommuniziere der Ex-Profi nicht genug, setzte wohl immer wieder auf Alleingänge. Laut "Bild" besteht an der Säbener Straße immer mehr der Eindruck, dass "Eberl die Streitkultur beim FC Bayern nicht aushalten würde" und die Kritik seiner Vorgesetzten immer wieder persönlich nehme.
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Zudem vermisst Uli Hoeneß offenbar, dass Eberl den Kontakt zu ihm sucht. Zwischen den Bayern-Funktionären bestehe demnach wohl eine "unterschiedliche Art der Arbeitsauffassung", die der Klub-Patron nicht nachvollziehen könnte. Dass der Sportvorstand sich auch an Wochenenden immer wieder handyfreie Ausflüge und Stunden nimmt, werde beim FC Bayern kritisch betrachtet.

































