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Die Eisernen sigen knapp in Haifa

Union Berlin zittert sich zum "Endspiel"

Union Berlin wahrte die Chance auf ein Weiterkommen in der Conference League
Union Berlin wahrte die Chance auf ein Weiterkommen in der Conference League
Foto: © unknown
25. November 2021, 20:36

Nicht schön, aber erfolgreich: Nach dem glanzlosen Arbeitssieg feierten Max Kruse und Co. zusammen mit den rund 600 mitgereisten Fans die Erkenntnis, dass das Europapokal-Abenteuer von Union Berlin noch nicht beendet ist. Mit dem mühsamen 1:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Maccabi Haifa verhinderte das Team von Trainer Urs Fischer das vorzeitige Aus in der Gruppenphase und erkämpfte sich ein "Endspiel" zum Gruppenfinale.

"Wir wollten ein Endspiel in zwei Wochen, und das haben wir jetzt", sagte Stürmer Kruse: "Wir sind froh, dass wir gewonnen haben. Das ist alles, was heute zählt." Der Ex-Nationalspieler lobte zudem die "geniale" Unterstützung der eigenen Fans.

Das Siegtor für lange Zeit enttäuschende Unioner hatte Verteidiger Julian Ryerson in der 66. Minute erzielt. Im letzten Vorrundenspiel in zwei Wochen zu Hause gegen Slavia Prag können die Eisernen die Tschechen mit einem Sieg noch vom zweiten Tabellenplatz verdrängen. Dafür bedarf es aber einer besseren Leistung als im Sammy Ofer Stadium von Haifa, in dem Union zu keiner Zeit an die starke Vorstellung vom Derbysieg fünf Tage zuvor gegen Hertha BSC (2:0) anknüpfen konnte.

Im Vorfeld des Gastspiels in Israel hatte eine Union-Delegation um Präsident Dirk Zingler die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht. Beim Hinspiel vor zwei Monaten in Berlin war es zu antisemitischen Vorfällen einiger weniger Fans gekommen, woraufhin Union von der UEFA mit einem Zuschauer-Teilausschluss bestraft wurde.

Unions Topstürmer sieht wenig Land

Union-Trainer Urs Fischer tauschte seine Startelf auf vier Positionen, unter anderem erhielt Ersatztorhüter Frederik Rönnow wie schon im Hinspiel eine Bewährungschance. Dem Dänen war die fehlende Spielpraxis zunächst aber anzumerken, mit einem haarsträubenden Fehlpass leitete er die erste Chance des Gegners ein (12.).

Fischer hatte zwar gefordert, sein Team müsse trotz der Drucksituation mit einer "gewissen Coolness" auflaufen. Doch anfangs gingen es die Unioner etwas zu locker an. Von der Zweikampfstärke und Laufbereitschaft, die das Team sonst auszeichnen, war lange Zeit kaum etwas zu sehen. Zudem schlichen sich immer wieder Fehler und Unkonzentriertheiten im Spielaufbau ein. Angreifer Taiwo Awoniyi, der in der Liga bereits acht Treffer erzielt hat, hing meistens in der Luft.

Der zweite Durchgang begann mit einer Chance für Haifa, die Julian Ryerson mit letztem Einsatz vereitelte (47.). Danach wachte Union aber auf, ein Fernschuss von Max Kruse (56.) läutete die Drangphase ein. Auch die Einwechslung von Sheraldo Becker erwies sich als Glücksgriff, der Niederländer war nicht nur bei der Vorarbeit zum 1:0-Führungstor ein belebendes Element.

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