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Manchester United schon wieder in der Krise

Ratloser Trainer, unzufriedene Stars und das CR7-Problem

Auch mit Cristiano Ronaldo kommt Manchester United nicht aus der Krise
Auch mit Cristiano Ronaldo kommt Manchester United nicht aus der Krise
Foto: © Martin Rickett via www.imago-images.de
29. Oktober 2021, 07:02
sport.de
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Bei Manchester United herrscht Alarmstufe Rot - mal wieder. Das 0:5-Debakel gegen Jürgen Klopp und den FC Liverpool war der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass bei den Fans zum Überlaufen brachte. Dass der englische Rekordmeister trotzdem weiter an Trainer Ole Gunnar Solskjaer festhält, ist kaum zu erklären. Die Gründe der Krise liegen dafür auf der Hand. Superstar Cristiano Ronaldo ist einer dieser Gründe. 

Das Ende der Amtszeit eines Fußballtrainers ist meist ein schleichender Prozess. Los geht es in der Regel mit fehlenden Ergebnissen. Auf die ersten Schlagzeilen folgen kritische Nachfragen, die nicht selten ein angespanntes Verhältnis der Mannschaft zum Trainer offenbaren. Tröpfchenweise kommen schließlich immer mehr Details ans Licht, ein Neuanfang wird dann irgendwann unausweichlich.

Um diesen eigentlich unaufhaltsamen Prozess aufzuhalten, braucht es schon ein gewichtiges Machtwort. Ein Machtwort, wie es Sir Alex Ferguson vor wenigen Tagen bei Manchester United sprach. Nur weil die Trainer-Legende persönlich intervenierte ist Ole Gunnar Solskjaer noch im Amt. Ohne die Rückendeckung des Schotten, da sind sich viele Experten einig, hätten die Red Devils längst die Reißleine gezogen.

Spätestens nach dem 0:5-Debakel gegen Liverpool hätte dies auch niemanden mehr gewundert. Im Gegenteil. Ein Großteil der Fans sprach sich sogar für eine Entlassung des Norwegers aus. Zu leb-, harm-, ideen- und herzlos präsentierte sich das Team in einem der wichtigsten Spiele der Saison. Die Art und Weise, wie sich United ausgerechnet von den Reds auf die Schlachtbank führen ließ, hat im Umfeld des Klubs tiefe Spuren hinterlassen.

Solskjaer im Kreuzfeuer der Kritik

Warum sich die Vereinsspitze trotzdem gegen eine Entlassung entschied und Solskjaer noch eine Schonfrist einräumte, ist kaum zu erklären. Ein möglicher Grund: Die Bosse glauben wirklich, dass der Norweger den Karren doch noch aus dem Dreck zieht. So, wie es ihm in der vergangenen Saison mit der Champions-League-Qualifikation und dem Erreichen des Europa-League-Endspiels gelang.

Doch dafür, so scheint es im Moment, ist der Riss zwischen Mannschaft und Trainer längst zu tief. Seit Tagen wird in englischen Medien über ein Zerwürfnis berichtet. Spieler hinterfragen Solskjaers Personalentscheidungen und seine Taktik, heißt es dort. Und auch menschlich soll es einfach nicht mehr passen, berichten "The Athletic", "The Telegraph" und der "Guardian" übereinstimmend. 

Solskjaers blinder Aktionismus

Das größte Übel ist in diesem Fall der Trainer. Solskjaers Entscheidungen wirken nicht selten wie blinder Aktionismus. Auf der Suche nach seiner besten Elf lässt der Trainer immer wieder rotieren. Gerade im Mittelfeld würfelt er das Team regelmäßig durcheinander. Einen Rhythmus und feste Muster kann die Mannschaft dadurch gar nicht entwickeln. Und vor allem kann sie nicht zur Mannschaft werden. "Es ist ein Team voller Individualisten, kein Kollektiv", kritisierte daher auch Ex-Profi Micah Richards.

Ein weiterer Vorwurf, den sich der Trainer gefallen lassen muss, ist sein Festhalten an einigen, wenigen Lieblingen. Innenverteidiger Harry Maguire ist so einer. Er spielt selbst, wenn er nicht fit ist, was laut "Telegraph" bei einigen Spielern schon für Unmut gesorgt hat. Dazu ist der englische Nationalspieler keiner, an dem sich die anderen aufrichten. Passend dazu urteilte der "Guardian" über die Leistungen des 28-Jährigen: "Wenn er gut ist, spielt er exzellent. Und wenn er schlecht ist, spielt er so amateurhaft wie sonst keiner der Top-Innenverteidiger."

Manchester und das Ronaldo-Problem

Ob Ronaldo auch zu Solskjaers Lieblingen zählt, ist nicht ganz klar. Beim Portugiesen hat der Norweger aber auch schlicht keine Wahl. CR7 muss spielen. Immer. 

Mit dem Portugiesen auf dem Platz verändern sich allerdings auch die Aufgaben der anderen Spieler, denn in der Rückwärtsbewegung ist der Superstar quasi nicht-existent. Das war er nie und das wird er auch nie. Seine Teamkollegen müssen das ausbügeln. Was passiert, wenn das nicht funktioniert, hat das Spiel gegen Liverpool gezeigt. Dort setzte Solskjaer auf ein Pressing, das so schlecht koordiniert war, dass die Reds mit geschlossenen Augen die freien Räume fanden. 

Der Trainer hat hier aber keine Wahl. Eine Verpflichtung Ronaldos, der am Donnerstag verkündete, dass er mit seiner Freundin Georgina Zwillinge erwartet, ist gleichbedeutend mit einer Einsatzgarantie. So ist das nunmal, wenn man einen der besten Spieler aller Zeiten und eine Vereinslegende verpflichtet. Solskjaers Aufgabe besteht darin, den Superstar am gewinnbringendsten einzubauen. An dieser Aufgabe ist er bisher gescheitert.

"Ronaldo war verfügbar, also holst du ihn. Aber du versuchst gleichzeitig auch, Fernandes, Pogba, Sancho, Rashford und Greenwood einzubauen. Wo ist da die Balance?", sprach Richards im "BBC"-Interview das große Problem an. Eine Schonfrist von einem bis drei Spiele soll Solskjaer angeblich bekommen haben, um dieses Problem zu lösen. Auch das ist nicht selten Teil des Prozesses, an dessen Ende meist eins steht: die Entlassung.

Christian Schenzel

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