Deutschlands Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus ist von der Debatte um die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl beim FC Bayern ganz offensichtlich nicht überrascht.
"Wichtig ist: Es geht hier nicht nur um das Sportliche oder eine Kaderzusammenstellung. Es geht um Grundsätzliches beim FC Bayern. Der Klub ist seit Jahrzehnten erfolgreich - nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich. Und genau deshalb wird auch in erfolgreichen Zeiten hinterfragt: Was können wir besser machen? Wo können wir effizienter werden?", schrieb der Weltmeister von 1990 in seiner "Sky"-Kolumne.
Matthäus führte aus: "In den vergangenen Jahren hat Bayern viel investiert - in Transfers, in Gehälter, in Vertragsverlängerungen. Das gehört zur Entwicklung eines Topklubs dazu. Aber gleichzeitig stellt man sich intern die Frage, ob jede Entscheidung im Nachhinein die richtige war. Hätte man Ablösen niedriger halten können? Hätte man früher reagieren müssen? Hätte man vielleicht noch häufiger auf eigene Talente setzen können?"
Das seien "keine Vorwürfe" an Eberl, es gehe vielmehr um ein "gesundes Selbstverständnis", so der 65-Jährige. "Bayern will nicht nur erfolgreich sein - Bayern will nachhaltig erfolgreich sein. Und genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich auch Max Eberl. Er ist nicht allein verantwortlich für Entscheidungen, sondern Teil eines gesamten Führungsteams."
FC Bayern hat "noch Zweifel" bei Max Eberl
Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte die Chancen auf eine Verlängerung von Eberls Vertrag beim FC Bayern über 2027 im "Spiegel" zuletzt auf lediglich "60 zu 40" beziffert, es gebe "noch Zweifel" an dem 52-Jährigen.
"Uli ist ein ehrlicher Mensch und sagt, was er denkt. Und genau deshalb haben seine Worte Gewicht - intern wie extern", analysierte Matthäus.
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Eberl könne "nicht alles zu 100 Prozent richtig machen", betonte der TV-Experte. "Aber Max ist ein Kämpfer, der anpackt, der Themen aktiv angeht. Und ich sehe aktuell keinen Grund, seine Rolle grundsätzlich infrage zu stellen. Und ganz ehrlich: 60:40 klingt auch besser als 40:60. Trotzdem gehört es beim FC Bayern dazu, dass jede Personalie geprüft und jede Entscheidung hinterfragt wird. Das ist das Business und die Verpflichtung des Vereins."




























