Max Eberl muss beim FC Bayern um eine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus bangen. Das steht spätestens seit Samstag fest, nachdem Ehrenpräsident Uli Hoeneß öffentlich Zweifel an dem Sportvorstand bestätigte. Dass der 74-Jährige in einem Interview so hervorpreschte und die Ausweitung der Zusammenarbeit infrage stellt, soll auf den fehlenden Lerneffekt des 52-Jährigen zurückzuführen sein.
Am Samstag krönte sich der FC Bayern nach sechs Jahren wieder zum Pokalsieger. Die Freude aufseiten der Münchner war nach dem 3:0-Erfolg über den VfB Stuttgart dementsprechend groß. Doch am Pokalabend in Berlin ging es nicht nur um das Sportliche. Viel mehr war auch die Zukunft von Sportvorstand Max Eberl ein großes Thema rund um den deutschen Branchenprimus.
Uli Hoeneß hatte die Chancen auf einen Verbleib des 52-Jährigen zuvor in einem "Spiegel"-Interview auf "60:40" geschätzt und zugleich die Frage bejaht, ob er noch Zweifel an Eberl habe, dessen Vertrag bis 2027 läuft. Hoeneß gilt zugleich als großer Förderer, aber auch als Kritiker von Eberl, der sich seit geraumer Zeit internen Vorwürfen ausgesetzt sieht. Dennoch kam es überrascht, dass der 74-Jährige nun öffentlich Zweifel bestätigte.
FC Bayern: Lerneffekt bei Max Eberl "nicht so groß"?
"Sport1"-Chefreporter Stefan Kumberger verriet im Podcast "Die Bayern-Woche" nun Hintergründe zu der Attacke auf den ehemaligen Gladbach-Manager. "Max Eberl wurde intern immer wieder auf Fehlerchen und Fehler hingewiesen. Offenbar war der Lerneffekt nicht so groß, und deswegen erhöht Hoeneß jetzt öffentlich den Druck auf ihn", verriet der Sportjournalist in der neusten Ausgabe des Podcasts.
Zudem habe er von einer "Theorie" gehört, dass "dieses Verhältnis '60 zu 40' die tatsächlichen Verhältnisse im Aufsichtsrat widerspiegelt. Allerdings geht das angesichts von neun Mitgliedern nicht wirklich auf", so Krumberger weiter. Der Insider erwartet, dass spätestens im August Klarheit über die Zukunft Eberls herrscht. Dass er ohne eine Verlängerung an der Säbener Straße weitermachen wird, sei aber unwahrscheinlich.
"Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich glaube, wenn der Vertrag im August nicht verlängert werden sollte, wird er seinen Stuhl räumen oder ihn räumen müssen. Anders funktioniert es vermutlich nicht", legt er sich fest.



























